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U-Boot-Bauer Madsen zu lebenslanger Haft verurteilt

Das Urteil im Prozess gegen den dänischen U-Boot-Bauer Madsen steht fest. Das Gericht folgt dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

U-Boot-Bauer Madsen wegen Mordes verurteilt (Video: Tamedia/mit Material der AFP)

Ein Gericht in Kopenhagen hat am Mittwoch das Urteil im Prozess gegen den dänischen Erfinder Peter Madsen gefällt. Der 47-Jährige wird mit lebenslanger Haft für den Mord an der Journalistin Kim Wall bestraft. Es ist die Höchststrafe.

Das Gericht in Kopenhagen folgte mit seinem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der 47-Jährige wurde schuldig befunden, die 30-jährige Wall im August auf seinem U-Boot sexuell missbraucht, ermordet und zerstückelt zu haben.

Peter Madsen (rechts), hier auf einem älteren Bild, wurde am 25. April 2018 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Peter Madsen (rechts), hier auf einem älteren Bild, wurde am 25. April 2018 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Scanpix Denmark/Bax Lindhardt, AFP
Madsen habe «das perfekte Verbrechen» begehen wollen, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen vor Gericht in Kopenhagen.
Madsen habe «das perfekte Verbrechen» begehen wollen, sagte Staatsanwalt Jakob Buch-Jepsen vor Gericht in Kopenhagen.
Ritzau Scanpix/Nikolai Linares, AFP
Hatte keine Verbindung zum Festland: Madsen erklärte, er habe aufgrund «technischer Schwierigkeiten» keinen Funkkontakt aufbauen können. Wegen eines Problems im Ballasttank sei die Nautilus schliesslich gesunken.
Hatte keine Verbindung zum Festland: Madsen erklärte, er habe aufgrund «technischer Schwierigkeiten» keinen Funkkontakt aufbauen können. Wegen eines Problems im Ballasttank sei die Nautilus schliesslich gesunken.
Torben Huss, Keystone
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Nach seiner Verurteilung ging Madsen noch am selben Tag in Berufung. Das sagte seine Verteidigerin am Mittwoch in Kopenhagen.

Der U-Boot-Bauer hat nach Auffassung der Anklage mit der grausamen Tat «das perfekte Verbrechen» begehen wollen. Madsens Verteidigung bemängelte dagegen die schwache Beweislage und warf der Anklage vor, eine «Horror-Geschichte ohne Fakten» aufgetischt zu haben.

«Narzisstische Züge»

Der Angeklagte bestritt den Vorwurf der Staatsanwaltschaft, Wall an Bord seines U-Boots ermordet zu haben, um seine sexuellen Fantasien auszuleben.

Die Ankläger zeichneten von Madsen das Bild eines «sexuell perversen Sadisten mit narzisstischen und psychopathischen Zügen». Neben Mord wirft sie ihm schweren sexuellen Missbrauch sowie Leichenschändung vor. Das geforderte Strafmass bedeutet in Dänemark durchschnittlich 16 Jahre hinter Gittern.

AFP/oli

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