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USA halten Millionen-Hilfe für Palästinenser zurück

Das Hilfswerk UNRWA bietet palästinensischen Flüchtlingen medizinische Versorgung, Bildung und Essen. Die USA halbieren eine Zahlung.

Ein Flüchtlingskind in Gaza.
Ein Flüchtlingskind in Gaza.
Keystone

Die US-Regierung hält 65 Millionen Dollar einer geplanten Zahlung an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge zurück. Dies teilte ein Staatsbediensteter mit. Damit verringern die USA die erste geplante Zahlung des Jahres um mehr als die Hälfte. Die USA machten zusätzliche Spenden von bedeutenden Änderungen bei dem Hilfswerk UNRWA abhängig, hiess es.

UNRWA sei am Dienstag informiert worden, dass die USA 65 Millionen Dollar der geplanten Zahlung von 125 Millionen Dollar zurückhielten, teilte die Gewährsperson mit. Sie wollte nicht genannt werden, da sie nicht befugt ist, öffentlich über den Brief der USA an das UNRWA zu sprechen.

Grösster Spender

Die USA waren bislang der grösste Spender des UNRWA und finanzierten fast 30 Prozent des Budgets. Das Hilfswerk bietet Palästinensern im Westjordanland, dem Gazastreifen, Jordanien, Syrien und Libanon Gesundheitsversorgung, Bildung und soziale Dienste. US-Präsident Donald Trump hat die Palästinenser dafür verantwortlich gemacht, dass es beim Nahost-Friedensprozess keine Fortschritte gibt, und daher gedroht, die US-Hilfe für Palästinenser zu kürzen.

UNRWA wurde in den Nachwehen des Nahostkrieges von 1948 gegründet, der um die Gründung Israels geführt worden war. Damals flohen schätzungsweise 700 000 Palästinenser vor den Kämpfen. Weil für diese Flüchtlinge keine Lösung gefunden wurde, verlängerte die UN-Vollversammlung das UNRWA-Mandat immer wieder. Aus den für eine Übergangszeit angelegten Flüchtlingslagern wurden Slums, in denen heute mehr als fünf Millionen Flüchtlinge und ihre Nachkommen von der Versorgung durch UNRWA abhängig sind.

dapd

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