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Warren und Sanders geraten aneinander

Im US-Staat Iowa finden die ersten Vorwahlen für die demokratischen Präsidentschaftsbewerber statt. Zuvor wurde am TV nochmals heftig diskutiert.

«Die Männer auf dieser Bühne haben zusammen zehn Wahlen verloren», Elizabeth Warren hatte deutliche Worte für die männlichen Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. (Video: Tamedia)

Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA haben in der Nacht zu Mittwoch ihre letzte Fernsehdebatte vor Beginn der Vorwahlen begonnen. Für die TV-Runde in Des Moines im US-Bundesstaat Iowa – wo am 3. Februar die ersten Vorwahlen stattfinden – hatten sich sechs Anwärter qualifiziert.

Darunter sind die Kandidaten, die in Umfragen vorne liegen: Der moderate Demokrat und Ex-US-Vizepräsident Joe Biden, die linksgerichteten Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie Pete Buttigieg, der gemässigte frühere Bürgermeister aus Indiana. Ausserdem sind die Senatorin Amy Klobuchar und der Milliardär Tom Steyer dabei.

Spannungen zwischen Sanders und Warren

Bei der Debatte kam es zu neuen Spannungen zwischen Sanders und Warren. Warren hatte am Montag behauptet, dass Sanders ihr bei einem privaten Treffen Ende 2018 gesagt habe, dass er nicht glaube, dass eine Frau die Wahl im kommenden November gegen Amtsinhaber Donald Trump gewinnen könne. Sanders dementierte das am Dienstagabend energisch. «Ich habe das nicht gesagt», betonte er. Sanders sicherte zu, dass er jede Frau oder jeden Mann unterstützen werde, der von der demokratischen Partei nominiert würde.

Spannungen vor laufenden TV-Kameras: Elizabeth Warren und Bernie Sanders. (14. Januar 2020)
Spannungen vor laufenden TV-Kameras: Elizabeth Warren und Bernie Sanders. (14. Januar 2020)
Patrick Semansky, Keystone
Warren behauptet, Sanders habe zu ihr gesagt, eine Frau könne nicht gegen Trump gewinnen.
Warren behauptet, Sanders habe zu ihr gesagt, eine Frau könne nicht gegen Trump gewinnen.
Patrick Semansky, Keystone
Die Fernsehdebatte in Iowas Hauptstadt Des Moines ist die siebte ihrer Art.
Die Fernsehdebatte in Iowas Hauptstadt Des Moines ist die siebte ihrer Art.
Patrick Semansky, Keystone
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Der frühere Vizepräsident Biden warf Trump am Dienstagabend bei der TV-Debatte zudem vor, bei der Begründung für die Tötung des iranischen Generals Qassim Soleimani «glatt gelogen» zu haben. Biden bezog sich damit auf die Aussage Trumps, Soleimani habe Anschläge auf US-Botschaften im Nahen Osten geplant.

Neuer Krieg

Schon der von Trump beschlossene einseitige Rückzug aus dem Atomabkommen mit dem Iran 2018 sei ein grosser Fehler gewesen, sagte Biden. Die USA seien jetzt international «isoliert». Die Europäer würden inzwischen Washington und Teheran gleichermassen zur Zurückhaltung aufrufen.

Senator Sanders warnte, Trump drohe die USA in einen neuen Krieg zu führen, der «schlimmer» ausfallen könnte als der Irak-Krieg. Auch Sanders kritisierte Trumps Rückzug vom Atomabkommen mit Teheran.

Mittlerweile bewerben sich noch zwölf Demokraten darum, bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 den Republikaner Trump herauszufordern. Die Fernsehdebatte in Iowas Hauptstadt Des Moines ist die siebte ihrer Art. Das Format wird auch nach Beginn der Vorwahlen fortgesetzt: Die nächsten Debatten sind im Februar geplant.

SDA/chk

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