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Die Opfer von Hanau

Wenn ein Verbrechen geschieht, steht meist der Täter im Mittelpunkt des Interesses. Aber wer waren die, die jetzt nicht mehr leben?

«Sie sind jetzt Teil der Geschichte dieser Stadt.» Angehörige führen beim Schweigemarsch in Hanau Bilder der Ermordeten mit. Foto: Reuters
«Sie sind jetzt Teil der Geschichte dieser Stadt.» Angehörige führen beim Schweigemarsch in Hanau Bilder der Ermordeten mit. Foto: Reuters

Sie haben Boxen aufgebaut und ein Mischpult, im Hintergrund die Midnight Shisha Bar, in ihren Händen Bilder von einigen, die am Mittwochabend dem rassistischen Terror zum Opfer fielen. «Hanau ist die Stadt der Migration», ruft Newroz Duman, «Hanau ist unsere Stadt!» Sie hat diesen Termin koordiniert mit Mitgliedern des kurdischen Kulturvereins, unterstützt von Gewerkschaftern aus der Stadt. Sie spricht stellvertretend für die Angehörigen der Opfer, für die Verwandten und Freunde, die hinter ihr stehen, sie spricht für die vielen Menschen aus Zuwandererfamilien, denen der Terror Angst macht. «Bin ich vielleicht die Nächste, weil ich schwarze Haare habe?», fragt sie.

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