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Unter Strom

Das neue Spitzenmodell des Porsche Panamera ist ein Plug-in-Hybrid. Der kann sparsam – vor allem aber hat er Power ohne Ende.

Die Zeiten ändern sich. Nicht mehr die Leistung oder die Beschleunigungswerte stehen im Vordergrund, wenn man den Pressetext über das neue Spitzenmodell des Porsche Panamera liest. Die Zahl, die primär hervorgehoben wird, ist der Durchschnittsverbrauch. Der beträgt sensationelle 2,9 Liter gemäss NEFZ. Doch nachdem man diese Zahl gelesen hat, kann man sie sogleich auch wieder vergessen.

Denn auch beim Panamera Turbo S E-Hybrid gilt, was für alle Einsteck-Hybride gilt: Wenn man dauernd lädt und nur kurze Strecken fährt, verbraucht man nix (ausser Strom natürlich), und sonst eben halt wenig bis viel, je nach Einsatz. Das genau zu definieren, ist unmöglich. Im Falle des neuen Panamera-Topmodells wollten die Zuffenhausener aber nicht ein besonders sparsames Modell erschaffen, sondern ein besonders leistungsstarkes, das aber Porsches CO2-Schnitt nicht in galaktische Sphären schiesst. Das ist eindrücklich gelungen.

Doch nun hinein ins Vergnügen. Schlüssel links vom Volant gedreht – und nichts passiert. Zumindest nicht akustisch. Standardmässig startet der Turbo S ­E-Hybrid nämlich im Elektromodus. In diesem fährt der Panamera bis 50 Kilometer rein elektrisch; in unserem Test schafften wir knapp die Hälfte.

Im Modus «Hybrid» wirkt die ideale Mischung aus Verbrenner und E-Motor. Das ist einigermassen verbrauchsarm, ohne auf Porsche-mässige Fahrleistungen verzichten zu müssen, und funktioniert im Alltag tadellos. Der Modus «Sport» ruft alles ab, was leistungstechnisch zu haben ist, strafft die Dämpfer und die Lenkung und setzt den Panamera auch emotional unter Strom. «Sport Plus» schliesslich gewährt dem allradgetriebenen, wie auf der Strasse klebenden Viertürer auch um die Hochachse alle Freiheiten.

Wir drehen also das von Ferrari abgeschaute Bedienrad am Volant in ebendiesen Modus und treten das Pedal aufs Bodenblech. Wie der Panamera Turbo S E-Hybrid davonschiesst, ist tatsächlich aussergewöhnlich. Wenn der V8-Biturbobenziner und der E-Motor alles in die Waagschale werfen, pushen 680 PS und 850 Newtonmeter Drehmoment vorwärts. Tempo hundert fliegt in 3,4 Sekunden vorbei, ein paar Wimpernschläge später zeigt der digitale Tacho 200 km/h. Im Fahrbetrieb sind es dann eben doch diese Zahlen, die ausschlaggebend sind. Und um eine weitere Zahl kommt man ebenfalls nicht herum: 245‘900 Franken kostet der Porsche Panamera Turbo S E-Hybrid. Mindestens. Dafür erhält der Käufer eine faszinierende Hightechlimousine mit Supersport-Fahrleistungen, wie es sie im Markt sonst keine gibt.

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