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KulturstreamAutor Donat Blum liest aus seinem Roman «Opoe»

Weiter in unserer Onlineserie «Kulturstream», die Kunst in Ihr Wohnzimmer bringt. Diesen Donnerstag mit dem Autor Donat Blum.

Als in der Schweiz und in Deutschland der Lockdown verhängt wurde, fackelte Autor Donat Blum nicht lange. Zusammen mit seinem Team hinter der queeren Literaturzeitschrift «Glitter» rief er das Online-Literaturfestival Viral ins Leben, das bereits über zwanzig Ausgaben verzeichnet und auch aktuell weiterläuft.

Donat Blums Debütroman «Opoe» erschien 2018, sein zweiter ist gerade in Arbeit. Der 34-Jährige schreibt zudem Essays, Kurzgeschichten und Kolumnen, aktuell sitzt er mit einer Co-Autorin an einem Drehbuch, das bereits mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Blum, aufgewachsen in Schaffhausen, studierte unter anderem am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel Literarisches Schreiben und veranstaltet und moderiert diverse Literaturevents. Er pendelt normalerweise zwischen Berlin und Zürich.

Den aktuellen Lockdown sieht er dennoch als Chance. «Literatur kann durch die Krise helfen», schreibt er. Ein Onlinefestival wie Viral könne Autorinnen und Autoren untereinander vernetzen, aber auch in die Nähe des Publikums bringen in einer Zeit, in der sämtliche Kulturveranstaltungen abgesagt seien. Ausserdem tue es gerade dem konservativen Literaturbetrieb gut, wenn die Digitalisierung vorangetrieben werde.

Donat Blum, Schriftsteller, Autor, Moderator.
Donat Blum, Schriftsteller, Autor, Moderator.
Foto: Marvin Zilm

Der Kulturstream

Die Corona-Krise trifft Künstlerinnen und Künstler besonders hart. Ihre Auftritte wurden noch vor Einführung der Social-Distancing-Massnahmen gestrichen. Und die angekündigten Lockerungen des Lockdown werden sie als Letzte erfahren, gewisse Veranstaltungen sind auf Monate hinaus nicht durchführbar.

Einige streamen ihre Kunst deshalb von zu Hause aus. Das wollen wir unterstützen und zeigen über die nächsten Wochen Auftritte von Musikern, Komikern, Slam-Poeten und Autoren. Mal live, mal aufgezeichnet – nach dem Motto: Kann das Publikum nicht zum Künstler, geht der Künstler zum Publikum.

Wir und die Künstler sind uns natürlich bewusst, dass solche Aufnahmen alles andere als professionell sind. Aber in einer Krise, wo selbst Königinnen und Präsidenten über Webvideo in Erscheinung treten, hat die Corona-Ästhetik durchaus einen gewissen Reiz. Wir hoffen, Ihnen gefallen die Darbietungen!

Jeweils dienstags, donnerstags und samstags ab 18 Uhr, im Ressort Kultur in der Sektion «Kulturstream».

ahl