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Covid-AltersheimreportBerner Senioren müssen trotz Impfung in Quarantäne

Ältere Menschen sollen abgeschottet bleiben, obwohl sie schon doppelt immunisiert sind. Der Präsident der Kantonsärzte stellt solche Massnahmen infrage.

Wichtiger Schutz: Die Bewohnerin eines Tessiner Altersheims lässt sich am 4. Januar 2021 impfen.
Wichtiger Schutz: Die Bewohnerin eines Tessiner Altersheims lässt sich am 4. Januar 2021 impfen.
Foto: Pablo Gianinazzi (Keystone)

Die Bewohnerinnen und Bewohner hatten sich auf Ostern gefreut, die Angehörigen auch. Trotzdem konnten sie nicht zusammen feiern. Denn die Menschen im Alters-und Pflegeheim in der Nähe von Bern sitzen seit zwei Wochen in Quarantäne. Sie müssen in ihren Zimmern bleiben, Besuche sind untersagt. Das gilt auch für alle Betagten, die bereits die zweite Impfung bekommen haben. Und die Situation könnte noch über mehrere Wochen so bleiben, wie in einem Brief des Heims steht.

Im Alters- und Pflegezentrum leben rund 70 Menschen. Zwölf haben sich in den letzten Wochen angesteckt, einige von ihnen offenbar nach der ersten Impfung. Hinzu kommen 13 infizierte Mitarbeitende. «Die aktuelle Situation ist für alle sehr belastend», schrieb die Geschäftsführerin den Bewohnenden am 24. März. Um dann rigorose Massnahmen anzukünden. Das Berner Kantonsarztamt erachte das Risiko einer Verbreitung des Virus als sehr hoch. Darum sei für alle Bewohnenden eine Quarantäne angeordnet worden. «Diese gilt nun bis voraussichtlich Ende April», hiess es. Ändern würde sich das nur, wenn keine positiven Tests mehr vorlägen im Haus.

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