Die Auswanderer

Vom Gastgeber zum Reiseleiter

Wie Monika und Peter in Kambodscha das Sommerloch überwinden.

Nun ist es da, das Sommerloch. Wie in der Schweiz ist dann auch bei uns am wenigsten los. Dies gibt uns Zeit, die nächste Saison vorzubereiten. Und wir haben einiges vor: Nachdem Moni und ich einige Orte in Kambodscha bereist haben, haben wir uns entschieden, für unsere Gäste auch Touren anzubieten. Einer von uns beiden wird dann als Reiseleiter arbeiten.

Auf der kürzesten Tour zeigen wir den Touristen Phnom Penh mit seinen geschichtsträchtigen Schauplätzen. Mit zwei Übernachtungen ist dieser Ausflug ideal für einen Urlaubsanfang oder am Ende der Kambodscha-Ferien. Wir planen, den Gästen das ehemalige Foltergefängnis Tuol Sleng der Roten Khmer, die Killingfields, den Centralmarkt, den Königspalast und den Sunsetcruise auf dem Mekong zu zeigen. Es gibt also einiges zu entdecken.

Eine der Sehenswürdigkeiten auf der achttägigen Reise: Der Bambootrain.

Als zweites planen wir eine grössere acht-Tagestour. Sie beginnt in Phnom Penh und führt als erstes nach Battambang mit seinem bekannten Bambootrain und seiner Fledermaushöhle, wo jeden Abend in der Dämmerung etwa eine Million Fledermäuse ausfliegen und ihre Nahrung in den nahen Reisfeldern suchen. Weiter geht es dann mit dem Boot nach Sieam Reap, wo während zwei Tagen die Tempelanlagen und eine Seidenraupenfabrik besichtigt werden können. Die Reise endet dann am Meer in Sihanoukville, wo die Gäste im Swissgarden und am Strand relaxen können.

Die Reise wird auch über Battambang führen.

Die dritte Tour beginnt in Mondulkiri mit einem ein- oder zweitägigem Elefantentrekking im Urwald, bevor es dann nach Phnom Penh und weiter nach Sieam Reap geht.

Ein spezielles Erlebnis: Mit den Elefanten durch den Urwald reiten.

Abgesehen von den Reiseleiter-Plänen wird es auch im Swissgarden nicht langweilig. Denn das Grundstück nebenan wurde von einem Kambodschaner zum «Schnäppchenpreis» von zwei Million Dollar erworben. Nun zieht der neue Besitzer als erstes eine Mauer um das Areal herum hoch.

Die alte Mauer wurde abgebrochen …

… und eine neue hochgezogen. So wird in Kambodscha signalisiert, dass ein Grundstück jemanden gehört.

Was für Schweizer Ohren sonderbar klingen mag, ist hier gang und gäbe: So zeigen die Kambodschaner, dass dieses Land jemandem gehört. Für unsere Hausbesitzerin ist diese neue Mauer ganz praktisch, denn so muss sie die Kosten nicht tragen für eine Mauer, die man sowieso hätte ersetzen müssen. Pläne für das Land hat der neue Besitzer aber noch nicht – so wie es scheint, will er darauf gar nicht bauen, sondern er spekuliert vermutlich darauf, dass die Bodenpreise weiter steigen und er das Land gewinnbringend weiterverkaufen kann. Ich für meinen Teil wüsste da Besseres mit dem Geld anzufangen, hätte ich zwei Millionen Dollar übrig …

Erstellt: 27.03.2015, 15:33 Uhr

Von Weisslingen nach Kambodscha

Als Paar sind wir, Monika (45) und Peter (51), schon einige Jahre zusammen. Der Gedanke, auszuwandern, schlummert in vielen von uns. Jedoch setzen die Wenigsten die Idee in die Tat um. Wir haben es gewagt und im Herbst 2011 die Schweiz verlassen.

Was braucht es, um auszuwandern? Zuerst einmal eine Grundlage, um im Ausland zu leben. Bei uns war es ein Zufallstreffer in Form eines kleinen Guest House in Sihanoukville, Kambodscha. Nachdem wir im Januar 2010 einige Tage dort verbracht hatten und mit einigen Leuten vor Ort ins Gespräch gekommen waren, haben wir uns entschlossen, auf dem 1. November 2011 das Guest House, das einen neuen Pächter suchte, zu übernehmen.

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