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Verdammt echt

Die Virtuelle Realität fühlt sich realer an, als sich viele vorstellen können. Und sie kann ­missbraucht werden. Ein Ethikkodex soll nun die Verwendung der Technologie regeln.

Gewalt in der virtuellen Realität - zum Beispiel in 3D-Computerspielen - kann möglicherweise die gleichen seelischen Schäden verursachen wie tatsächlich erlebte Gewalt.
Gewalt in der virtuellen Realität - zum Beispiel in 3D-Computerspielen - kann möglicherweise die gleichen seelischen Schäden verursachen wie tatsächlich erlebte Gewalt.
Crytek

Er empfindet die junge Frau als Bedrohung und richtet seine Waffe auf sie. In diesem Moment hält sie ihre eigene Pistole an ihre Stirn – und drückt ab. Zitternd lässt Sean Buckley seine Waffe sinken. Erst jetzt wird ihm wieder bewusst, dass er eine Computerbrille trägt, die ihn in eine dreidimensionale künstliche Realität versetzt hat. Seine Pistole ist nicht echt, die tote Frau auch nicht. «Aber es fühlte sich so real an», beschreibt Sean Buckley sein Erlebnis. Der Redaktor der amerikanischen Ausgabe des Tech-Blogs «engadget» sollte nicht allzu zart besaitet sein – er schreibt regelmässig über Virtuelle Realität (VR) und ist es gewohnt, in gewöhnlichen Computerspielen der Killer zu sein. Aber der Selbstmord hat ihn mitgenommen.

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