Freienstein-Teufen

100 verschiedene Sorten an fünf Bäumen

Geri Lienhard ist fasziniert von der grossen Vielfalt an Apfelsorten. Weil er wenig Platz hat im Garten, hat er eine andere Möglichkeit gefunden, um möglichst viel geschmackliche Abwechslung zu geniessen.

Für Geri Lienhard hat die Arbeit in seinen Obstbäumen auch eine meditative Seite.

Für Geri Lienhard hat die Arbeit in seinen Obstbäumen auch eine meditative Seite. Bild: Sibylle Meier

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Der etwas knorrige, mittelgrosse Baum ist rappelvoll. Einige Äste musste Geri Lienhard bereits stützen, so schwer sind sie. Dies ist an sich noch nichts Spezielles, freuen sich doch heuer rundum alle Obstbauern über reichliche Ernte. Doch wer im Garten an einem sonnigen Hang in Oberteufen genauer hinschaut, sieht rote, gelbe, braune und rosa Äpfel.

Kleine wie eine Zwetschge, mittlere, grosse und riesige wie eine Grapefruit – alle am selben Baum. Über 100 Apfelsorten wachsen an den insgesamt fünf Bäumen; einer davon trägt allein über 40 Sorten. Darunter bekannte wie Usteräpfel, Ontario, Resi, Ariwa und Pinowa, aber auch exotisch anmutende wie Schöner von Bath, Sibirischer Eisapfel oder Ananasapfel. Letzterer sei eine geschmackliche Entdeckung, sagt Lienhard.

«Ich habe Stunden  auf meinen Bäumen  verbracht. Es ist  eine wunderschöne,  meditative Arbeit.»

Geri Lienhard, Obstbauer

«Ich bin ein Früchtefreak», sagt der erfolgreiche Winzer vom Weingut Lienhard und Vögeli und zückt ein Buch, in dem 365 Apfelsorten beschrieben werden. Vor rund zehn Jahren hat er begonnen, auf die paar alten Bäume neben seinem Rebberg verschiedene Sorten aufzupfropfen. «Ich habe Stunden auf meinen Bäumen verbracht», lacht Lienhard. «Es ist eine wunderschöne, meditative Arbeit.»

Aufgrund der Vielfalt ist meist von Juli bis tief in den Herbst ­hinein immer mindestens eine Sorte reif. Im idyllischen Garten wachsen zudem drei Birnbäume mit insgesamt über 50 Sorten, ein Pflaumen- und Zwetschgenbaum mit 10 Sorten, ein Aprikosenbaum mit 10 Sorten sowie Tafeltrauben, Feigen und sogar Mandeln.

Selber pflücken erwünscht

Der passionierte Wein- und Obstbauer verkauft die Früchte jedoch nicht, sondern gibt sie gratis ab. Wer will, kann etwas in ein Kässeli stecken, dessen Inhalt an eine gemeinnützige Organisation geht. Willkommen ist besonders, wer die Früchte auch gleich selber pflückt. Denn zurzeit hat Geri Lienhard alle Hände voll zu tun mit dem Wümmet, der zu seiner grossen Freude ebenfalls äusserst ertragreich verläuft: «Es ist ein sensationelles Jahr.»

Erstellt: 02.10.2018, 12:30 Uhr

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