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22'000 Likes für eine tote Kuh

In Wallisellen ist eine Kuh gestorben, weil sie Abfall frass. Die darauf folgende ­Facebook-Kampagne zog ­beeindruckende Kreise.

Die landesweiten Plakatkampagnen der Interessengemeinschaft saubere Umwelt und des Bauernverbandes haben gut gewirkt, doch das Problem des Abfalls auf Viehweiden ist damit noch nicht gelöst.
Die landesweiten Plakatkampagnen der Interessengemeinschaft saubere Umwelt und des Bauernverbandes haben gut gewirkt, doch das Problem des Abfalls auf Viehweiden ist damit noch nicht gelöst.
pd

«Hallo, mein Name ist Lara. Mein Mami Agnes ist heute gestorben, weil jemand seinen Abfall nicht entsorgt hat.» Diese Ansage verhalf dem Bauernpaar Daniela und Thomas Rinderknecht zu unverhoffter Popularität. Kälbchen Lara lebt auf ihrer Beef-Ranch Wallisellen nahe der Herzogenmühle, Agnes war ihre Mutter, ein elfjähriges Hereford-Rind. Agnes hatte beim Grasen einen Fremdkörper geschluckt (vermutlich eine Glasscherbe oder Teile einer Aludose) und starb an den inneren Verletzungen. Die Rinderknechts veröffentlichten die Geschichte auf Facebook, wo sie innert kürzester Zeit über 22'000-mal geteilt worden ist. «Wir haben insgesamt sehr viele wohlwollende Reaktionen erhalten», zieht Thomas Rinderknecht heute Bilanz. «Uns ging es aber nicht um das Einzelschicksal der Kuh – auch wenn das an sich schon traurig ist – sondern darum, das Litteringproblem in der Landwirtschaft zu thematisieren.»

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