Opfikon

30 Stellenprozent für die Pfarrer aus der eigenen Tasche zahlen

Die Mitglieder der reformierten Kirche Opfikon zahlen einen Teil der Pfarrerlöhne künftig selber. Das hat eine ausserordentliche Kirchgemeindeversammlung beschlossen.

In Opfikon wollte man den Leistungsabbau durch die Reduktion der Pfarrstellen nicht hinnehmen.

In Opfikon wollte man den Leistungsabbau durch die Reduktion der Pfarrstellen nicht hinnehmen. Bild: David Baer

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Die reformierte Landeskirche des Kantons Zürich gewährt der Kirchgemeinde Opfikon künftig nur noch 150 Stellenprozent für Pfarrerstellen. Doch die zwei angestellten Geistlichen kommen bislang auf 180 Stellenprozent. Zu einer zwangsmässigen Kürzung ihrer Pensen wird es trotzdem nicht kommen. Die Opfiker Reformierten haben sich nämlich an einer ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung am Mittwochabend für eine Weiterbeschäftigung im selben Umfang wie bisher ausgesprochen.

55000 Franken Mehrkosten

Der aktuelle Entscheid bedeutet, dass die örtliche Kirchgemeinde die fraglichen 30 Stellenprozent aus dem eigenen Sack berappen wird. Dafür hat die Präsidentin der Kirchgemeinde, Brigitta Steinemann, 55000 Franken budgetiert. Im diesem Betrag enthalten sind nebst dem eigentlichen Pfarrersalär auch die arbeitgeberseitigen Kosten für die Sozialversicherungen.

In Opfikon wollte man den Leistungsabbau durch die Reduktion der Pfarrstellen nicht hinnehmen. Deshalb greift man nun auf die Option «selber zahlen» zurück. Das Kirchengesetz lässt dies ausdrücklich so zu, falls die Kantonalkirche die einst gewährten Pfarrstellen nicht mehr im bisherigen Mass übernimmt. Üblicherweise werden die Pfarrer zentral von Zürich aus besoldet.

Zahl der Katholiken stabiler

Das grosse Problem – nicht nur in Opfikon – aber hier kommt es besonders ausgeprägt zum Vorschein: Der Mitgliederschwund innerhalb der evangelisch-reformierten Kirche. Daran bemisst sich nämlich, wie viele Pfarrstellen eine Gemeinde zugesprochen erhält. In Opfikon zählte man per Ende 2018 trotz massivem Wachstum nur noch 2734 reformierte Kirchenmitglieder bei mittlerweile 20252 Einwohnern. Die Zahl der Katholiken ist stabiler und liegt bei 5136.

Erstellt: 31.08.2019, 16:10 Uhr

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