Rorbas

Abfall im Wald entsorgt

Neben der Bülacherstrasse, die auf den Eschenmoser führt, wurde vor ein paar Tagen eine grosse Menge Abfall entsorgt. Für die betroffene Gemeinde ist dies ein Ärgernis.

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Den Bürostuhl und die Blumentöpfe hätte man ins Brockenhaus bringen, die Plüschtiere den Nachbarskindern schenken und den Karton und die Dosen sach­gerecht entsorgen können. Doch der ehemalige Besitzer dieser Gegenstände tat nichts von alldem. Er entsorgte seinen Hausrat kurzerhand in einem Rorbaser Waldstück neben der Bülacher­strasse, die auf den Eschenmoser führt.

Kosten trägt Gemeinde

«Es kommt nicht oft vor, dass auf dem Eschenmoser so viel Abfall auf einmal entsorgt wird», sagt der Rorbaser Förster Martin Gross. «Normalerweise werden kleinere Dinge aus den Autos geschmissen.» Auch auf der Bülacher Seite des Passes ist Abfallentsorgung in diesem Ausmass selten. «Es kommt vielleicht drei- bis viermal im Jahr vor», sagt ­Esther Dunst, Fachspezialistin für Entsorgung Bülach.

Für die betroffene Gemeinde im aktuellen Fall – in diesem Fall Rorbas – ist die illegale Entsorgung in ihrem Waldstück ein Ärgernis. Denn sie muss für die Entsorgung aufkommen. «Jemand von uns wird den Abfall einsammeln und fachgerecht wegwerfen müssen», sagt Martin Gross.

Es droht eine Busse

Die Kosten für die Entsorgung trägt die Gemeinde, sofern der Müll auf öffentlichem Grund deponiert wird und der Abfallsünder nicht ausfindig gemacht werden kann. «Wir schauen natürlich immer nach, ob wir im Müll einen Hinweis auf den Verursacher finden», sagt Gross. «Weil der aber selbstverständlich nicht erwischt werden will, hinterlässt er meist keine Spuren.»

Lässt sich der Besitzer des Mülls ausfindig machen, wird er verzeigt. Er muss dann nicht nur die Kosten bezahlen, die durch die Entsorgung des Abfalls entstanden sind. Er muss auch mit einer Busse rechnen.

Erstellt: 17.02.2016, 20:37 Uhr

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