Bülach

Bijouterie-Inhaber: «Plötzlich knallte es zweimal»

Der Inhaber des Juweliergeschäfts Zinniker in Bülach, erlebte am Mittwoch am Telefon mit, wie drei Männer in seinen Laden stürmten. Er reagierte blitzartig und alarmierte die Polizei. Nun fordert er härtere Strafen für die Straftäter.

Der Uhren- und Schmuckladen in der Bülacher Altstadt wurde am Mittwoch von drei Männern ausgeraubt. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur.

Der Uhren- und Schmuckladen in der Bülacher Altstadt wurde am Mittwoch von drei Männern ausgeraubt. Von ihnen fehlt noch immer jede Spur. Bild: frc

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Als Johannes Maag, Inhaber des Juweliergeschäfts Zinniker, am Mittwochmorgen mit seiner Mitarbeiterin in Bülach telefonierte, schreckte er plötzlich auf. «Ich hörte, wie es zweimal knallte.» Sofort fragte er: «Ist es ein Überfall?» Die Mitarbeiterin antwortete: «Ja!». Maag reagierte geistesgegenwärtig, legte auf und verständigte die Polizei. «Danach machte ich mich sofort auf den Weg nach Bülach.»

Das Juweliergeschäft hat bereits wieder geöffnet

Drei mit Reizgas bewaffnete und maskierte Täter stürmten um 9.30 Uhr in den Laden (Artikel rechts in der Box). Immerhin: Pistolen trugen sie keine bei sich. Dennoch verletzten sie die vier anwesenden Angestellten des Juweliergeschäfts mit dem Reizgas. Am schlimmsten traf es die Geschäftsleiterin. Sie zog sich beim Überfall eine Rippenquetschung zu. Alle Mitarbeiter wurden mit Rettungswagen zur Kontrolle in Spitäler gefahren.

Johannes Maag will sich vom Vorfall nicht unterkriegen lassen. «Wir haben bereits aufgeräumt.» Nun müssten sie noch die zerborstenen Glasscheiben entsorgen und die defekten Vitrinen ersetzen.

Das Geschäft an der Marktgasse hatte bereits gestern wieder geöffnet. «Wir wollen möglichst schnell wieder in den Alltag zurückkehren.» Die Mitarbeiter werden dabei weiterhin von der Polizei unterstützt.

Der Überfall dauerte lediglich zweieinhalb Minuten

Maag ist sich sicher: «Hier waren Profis am Werk.» Der ganze Überfall habe gerade mal zweieinhalb Minuten gedauert.

Wie man solche Taten verhindern kann, weiss der Inhaber nicht. «Ich glaube, wir Juweliere sind machtlos gegen solche Überfälle.» Es komme auch an sehr zentalen Orten wie zum Beispiel an der Zürcher Bahnhofstrasse zu Überfällen. «Und dort befinden sich Sicherheitsleute in den Geschäften.»

Vor einem Monat raubte ein Mann die Patek Philippe-Boutique mitten in der Stadt Zürich aus. Für Johannes Maag ist klar: «Unser Rechtssystem ist zu lasch mit solchen Straftätern.» Er fordert härtere Strafen für Räuber. «Die Täter werden sonst viel zu wenig abgeschreckt.» Härtere Strafen seien die einzige Möglichkeit die Zahl der Überfälle in Zukunft zu senken.

Die Haltung von Maag hat einen guten Grund. Seine Bijouterie in Bülach wurde seit der Eröffnung vor genau 25 Jahren, mehrfach zum Ziel von Räubern. «Es gab zuvor bereits mehrere Einbruchsversuche und einen Rammbockeinbruch.»

Erstellt: 01.06.2017, 17:17 Uhr

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