Landwirtschaft

Das Unterland ist Bauernland

Die Landwirtschaft hat im Zürcher Unterland einen besonderen Stellenwert. Die Unterschiede innerhalb der Region sind jedoch gross, wie ein aktueller Agrarbericht zeigt.

Im Zürcher Unterland werden 10'400 Hektaren Nutzfläche bewirtschaftet. Hier werden Zuckerrüben geerntet.

Im Zürcher Unterland werden 10'400 Hektaren Nutzfläche bewirtschaftet. Hier werden Zuckerrüben geerntet. Bild: Archiv ZU

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Von wegen urban: Zürich ist ein Agrarkanton. Zu diesem Schluss kommt der gestern veröffentlichte Agrarbericht des kantonalen Amts für Landwirtschaft und Natur. Rund 3700 Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften 74'000 Hektaren Landwirtschaftsland, was 43% der Kantonsfläche entspricht. Bezüglich seiner landwirtschaftlichen Nutzfläche und der Anzahl Betriebe ist der Kanton Zürich damit der fünftgrösste Agrarkanton der Schweiz.

Im Zürcher Unterland hat die Landwirtschaft eine vergleichsweise hohe Bedeutung. Der Anteil im Agrarwesen beschäftigter Personen beträgt hier 5,3% - über den ganzen Kanton gesehen sind es 1,4%. So waren 2013 in den Bezirken Bülach und Dielsdorf knapp 2200 Personen in der Landwirtschaft tätig. Auch die durchschnittliche Grösse der hiesigen Betriebe liegt mit 19,7 Hektaren Nutzfläche leicht über dem kantonalen Durchschnitt. Insgesamt bewirtschaften die Unterländer Bauern eine Fläche von gut 10'400 Hektaren.

Die Grafik zeigt die vier Gemeinden mit den wenigsten (blau) beziehungsweise meisten (rot) Beschäftigten in der Landwirtschaft.

Wenig Kühe, Schweine und Schafe

Die Durchschnittswerte sind im Falle des Unterlands nur bedingt aussagekräftig. Denn die wirtschaftliche Bedeutung des Agrarwesens variiert stark. So ist der Anteil der in der Landwirtschaft beschäftigten Personen in ländlichen Gemeinden wie Steinmaur oder Stadel mit 20% deutlich grösser als in urbanen Gebieten wie Bachenbülach, wo der Anteil weniger als ein halbes Prozent beträgt.

Das Bauernsterben in den letzten 30 Jahren.

Eine weiteres Merkmal der hiesigen Landwirtschaft: Im Vergleich zum restlichen Kanton ist die Tierhaltung in der Region weniger verbreitet. Lediglich 9% aller Kühe im Kanton grasen auf Unterländer Wiesen. Auch der Schaf- und Schweinebestand ist unterdurchschnittlich.

Die neuesten Zahlen geben auch über das Bauernsterben Aufschluss: Im Jahr 1985 gab es in der Region gut 880 Bauernbetriebe, 2012 waren es noch knapp 530. Die Abnahmerate liegt damit zwar leicht unter dem kantonalen Durchschnitt, sie ist jedoch auch hier hoch.

Erstellt: 16.04.2015, 17:24 Uhr

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