Bülach

Der Westen des Nordens

560 Wohnungen für junge und alte neue Bülacher – und 20000 Quadratmeter Gewerbefläche. Gestern war Glasi-Spatenstich.

Der Spatenstich ist vollzogen. Jetzt wächst der Norden der Stadt auch auf der Glasi-Seite.

Der Spatenstich ist vollzogen. Jetzt wächst der Norden der Stadt auch auf der Glasi-Seite. Bild: Sibylle Meier

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Nach sieben Jahren der Planungsarbeiten hat gestern mit dem offiziellen Spatenstich der Bau von Bülach Nord auch westlich der Schaffhauserstrasse begonnen; an der Veranstaltung teilgenommen haben Mitglieder des Stadtrats, neben den Verantwortlichen der Steiner AG (Totalunternehmer), sowie der Baugenossenschaft Glattal Zürich (BGZ) und der Logis Suisse AG (Eigentümerschaft).

Für Unterländer, aber auch für Schweizer Verhältnisse, ist allein das Glasi-Quartier als Teil von Bülach Nord zweifelsohne eine «grosse Kiste»: 21 Gebäude werden hochgezogen, darunter ein 60 Meter-Hochhaus, es entstehen insgesamt 560 Wohnungen und 20000 Quadratmeter Gewerbefläche. Sicher kommen hier ein Hotel und ein Wohn- und Pflegezentrum zu stehen, sowie das Gewerbehaus Angelo.

Nun, ein Engel mit einem guten Händchen fürs Gewerbe, das wäre aus Sicht der Vermieter, aber auch aus Sicht der Stadt Bülach wünschenswert, insbesondere da, wo es um das oft genannte Beleben des Quartiers gehen soll. «Fürs Wohnen wird es hier ganz bestimmt attraktiv sein», sagte Bülachs Stadtpräsident Mark Eberli in seiner kurzen Ansprache, «ich hätte aber auch den Wunsch, dass es auch fürs Gewerbe attraktiv sein wird – und dass es den Eigentümern gelingen mag, das Glasi-Quartier mit gutem Gewerbe zu füllen.» Gut, so führte Eberli später aus, sei Gewerbe schlicht dann, «wenn es erstens viele Frequenzen bringt und zweitens dazu beiträgt, dass Wohnen und Arbeiten am selben Ort stattfinden kann». Konzept und Ziel sind klar formuliert: Einerseits eine gute Altersdurchchmischung in den Wohnungen, andererseits Arbeitsplätze und offene Begegnungsräume, damit die Gassen zwischen «Glasi-Platz», «Ahornhof» und «Heiri-Cornaz-Platz» auch tagsüber belebt wären.

Allein, die Stadt wird es den Eigentümern überlassen müssen, mit wem Mietverträge für Shops und Büros unterzeichnet werden. Und bislang sind da, mal abgesehen von Hotel und Pflegeheim, keine Namen bekannt. «Man stellt sich das möglichst breit aufgestellt vor», sagte Matthias Gallati, der in Sachen Glasi-Quartier für Steiner, BGZ und Logis Suisse als Kommunikationsbeauftragter figuriert. «Sicherlich wird es Gastrobetriebe geben. Im Übrigen können wir uns normale Läden vorstellen, Therapieräume, ein Ärztezentrum wurde schon mal angedacht, vielleicht eine Apotheke oder eine Drogerie.» Eine Nachfrage bestehe heute schon: Laut Gallati hätten sich bis heute gut 600 Interessenten für Miet- und Eigentumswohnungen und für Gewerbeflächen gemeldet.

Eine Nachfrage scheint auch östlich der Schaffhauserstrasse, also im «Guss-Quartier» von Bülach Nord zu bestehen. Dort liegt der Spatenstich schon etwas weiter zurück und die Neubauten sind ab September bezugsbereit. Von den insgesamt 490 Wohnungen, listet die Webseite deren 343 als Mietwohnungen – und davon sind aktuell 150 vermietet und weitere 19 reserviert. Entsprechend ist ziemlich genau die Hälfte noch zu haben.

Erstellt: 28.06.2019, 18:16 Uhr

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