Bülach

Ein Fest für Bülacher und Glasi-Interessierte

Am kommenden Samstag findet das Glasi-Fest auf dem gleichnamigen Areal statt. Neben einer Präsentation des Bauprojekts wird die Geschichte des Areals erzählt und verschiedene Vereine stellen sich vor.

Im Jahr 2023 sollen die letzten Wohnungen auf dem 42000 Quadratmeter-Areal bezugsbereit sein.

Im Jahr 2023 sollen die letzten Wohnungen auf dem 42000 Quadratmeter-Areal bezugsbereit sein. Bild: Balz Murer

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560 Wohnungen, 20000 Quadratmeter Gewerbefläche und 21 neue Gebäude – das Glasi-Quartier wird Bülachs Bevölkerungszahl und Gewerbelandschaft verändern. Nachdem die Stadt Bülach Ende Juni die Baubewilligung erteilt hat, kann im nächsten Frühjahr mit dem Bau begonnen werden. Der Auftakt zum baldigen Baubeginn erfolgt schon kommenden Samstag: Am Glasi-Fest informieren die Entwicklungspartner des neuen Quartiers über das Bauprojekt.«Mir ist es wichtig, dass das Glasi-Quartier ein Teil von Bülach wird», sagt der Kommunikationsbeauftragte Matthias Gallati. Deshalb soll der Anlass in erster Linie ein Fest für die Bülacher Bevölkerung sein, an dem sie sich mit dem neuen Quartier vertraut machen kann.

Piratenschätze und Panzerotti

Auch verschiedenen Vereinen und dem lokalen Gewerbe bieten die Veranstalter eine Plattform. So treten im Festzelt Bülacher Musikgruppen auf wie der Kinder- und Jugendchor St. Laurentius oder die Stadtmusik Bülach. Ein Markt von Bülacher Vereinen sorgt für die Verpflegung; die Auswahl reicht von einem offenen Feuer der Feuerwehr Bülach zum Bräteln über Panzerotti der Amici di Santeramo bis zu einer Sirupbar der Ludothek. Zudem laden verschiedene Posten zu einer Piratenschatzsuche im Sandkasten oder Boule-Spielfelder Familien und andere spielfreudige Besucher zum Verweilen ein.

Pflegezentrum und Dreisternhotel

Interessenten für Miet- oder Eigentumswohnungen sowie für Gewerbeflächen bietet das Glasi-Fest eine gute Möglichkeit, sich zu informieren. Vermietet sind die 560 Wohnungen bisher noch nicht. Schliesslich beginnen die Bauarbeiten erst im Frühjahr und der Grundriss ist noch nicht im Detail ausgearbeitet. Das Interesse scheint jedoch vorhanden zu sein; gemäss Gallati gibt es bereits eine Liste von Interessenten. Ein Grund dafür seien die attraktiven Mieten; ein grosser Teil der Wohnungen wird von der Baugenossenschaft Glattal Zürich und der Logis Suisse AG vermietet, die fairen und bezahlbaren Wohnraum fördern möchten.

Für die Gewerbeflächen wurden bereits zwei grosse Mieter gefunden. So plant die deutsche Hotelgruppe Novum Hospitality, das erste Niu-Hotel der Schweiz zu bauen. Das Dreisternhotel wird 131 Zimmer sowie ein Restaurant umfassen. Der Dienstleister Tertianum wird ein Wohn- und Pflegezentrum mit 62 Seniorenwohnungen und 40 Zimmern für Pflegebedürftige errichten. Weitere Dienstleistungen wie ein Restaurant, ein Medizinzentrum und ein 24-Stunden-Notrufsystem sind geplant. Mit diesen Angeboten sollen auch ältere Personen ihren Platz finden, wodurch die Bevölkerung breiter durchmischt und das Glasi-Areal lebendiger werden sollte.

Bülacher Industriegeschichte aufleben lassen

Auch wenn das neue Quartier im Zentrum der Veranstaltung steht, bleibt die Geschichte des Areals nicht unbeachtet. Die Glashütte war für 111 Jahre einer der wichtigsten Industriebetriebe Bülachs. Im Jahr 2002 stellte der Inhaber Vetropack die Produktion schliesslich ein, Hauptgrund war der Preiszerfall. Diesen bedeutenden Abschnitt Bülacher Industriegeschichte lässt Stadtchronist Peter Bertschinger am kommenden Samstag mit einer Präsentation wieder aufleben. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.09.2018, 17:54 Uhr

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