Wallisellen

Für dunklere Nächte

Die Gemeindeversammlung nimmt eine Initiative gegen Lichtverschmutzung an.

Die Initiative

Die Initiative "Mehr Nacht für Wallisellen" will die Lichtverschmutzung bekämpfen. Vorstellbar sind Ausschaltzeiten für unnötige Lichtemissionen mit Ausnahmeregelungen für Weihnachtsbeleuchtungen. Bild: Beat Marti

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Der Gemeinderat von Wallisellen wird sich künftig darum bemühen, dass die Nächte in der Agglomerationsgemeinde wieder dunkler werden. Die 141 Stimmberechtigten (1,4 Prozent) haben am Dienstagabend im Saal zum Doktorhaus an der Gemeindeversammlung die allgemein-anregende Initiative «Mehr Nacht für Wallisellen» mit nur wenigen Gegenstimmen für erheblich erklärt. Sie folgten damit der Empfehlung des Gemeinderats.

Philipp Maurer (Grüne), Ressortvorsteher Tiefbau und Landschaft, führte aus, dass die Gemeinde bereits einiges gegen Lichtverschmutzung tue. So werde beispielsweise im Baubewillgungsverfahren mit Auflagen versucht, der Lichtverschmutzung vorzubeugen. Künftige Regelungen könnten gemäss Maurer Ausschaltzeiten für private oder öffentliche Beleuchtungen und den Einsatz von beleuchteten Werbetafel betreffen.

Erstunterzeichner Lukas Schuler, Präsident der Non-Profit Organisation Dark-Sky Switzerland, konnte für seinen Vorstoss über 280 Wallisellerinnen und Walliseller gewinnen. Konkret wird darin die Gemeinde aufgefordert, neue Erlasse oder notwendige Änderungen bestehender kommunaler Erlasse vorzuschlagen, um der Lichtverschmutzung wirksam zu begegnen. Schuler freute sich über die Zustimmung, erinnerte aber auch daran, dass mit der Annahme nur ein erster Schritt getan sei. Frühestens im nächsten Jahr wird es zu einer Abstimmung kommen, an der die Stimmbevölkerung über die konkreteren Massnahmen befinden kann.

Das zweite Geschäft, die Jahresrechnung 2018, wurde einstimmig angenommen. Diese schliesst bei einem Aufwand von 76,4 Mio. Franken und einem Ertrag von 80,6 Mio. Franken mit einem Plus von 4,2 Mio. Franken. Im Budget war ein Minus von 2,1 Mio. Franken vorgesehen.

Auch Schule über Budget

An der Schulgemeindeversammlung, die bereits um 19 Uhr im Saal zum Doktorhaus begann, war die Jahresrechnung 2018 das einzige Traktandum. Die 70 anwesenden Stimmberechtigten (0,7 Prozent) segneten den Aufwand von rund 46,4 Mio. Franken und den Ertrag von 50,4 Mio. Franken einstimmig und ohne Diskussion ab. Das daraus resultierende Plus von rund 4 Mio. Franken lag rund 2,3 Mio. Franken über dem Budget. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.06.2019, 14:19 Uhr

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