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Jubiläum in luftiger Höhe gefeiert

Bewohnerinnen und Bewohner sowie hunderte Gäste feiertem das 50-jährige Jubiläum vom Alterszentrum Gibeleich. Musik und Attraktionen boten ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Die Jason Boon Bigband mit Stadtrat Jörg Mäder an der Trompete legte sich ins Zeug.

Die Jason Boon Bigband mit Stadtrat Jörg Mäder an der Trompete legte sich ins Zeug. Bild: Sibylle Meier

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Auf den Tag genau am letzten Samstag vor fünfzig Jahren wurde das neuerbaute Alterszentrum Gibeleich eingeweiht. Im Dezember 1965 gaben die Stimmbürger grünes Licht, für den knapp sechs Millionen Franken teuren Bau und vier Jahre später, es war ein Sonntag, wurde das Haus eingeweiht.

Bereits ab 12 Uhr waren die 250 Sitzplätze an der Jubiläumsfeier im Festzelt gut besetzt, so sollte es bis zum Abend bleiben. Stadtrat Bruno Maurer hielt eine kurze Eröffnungsrede, danach schmetterte die Jason Boon Bigband los. Mitten drin war auch Stadtrat Jörg Mäder, oberster Gesundheitshüter der Stadt, und trompetete mit. Mäder gehört zu den Mitbegründern der Band.

Ehemalige Angestellte im Publikum

Im Publikum sass auch die ehemalige Wäscherei-Angestellte Ruza Filipovic. Sie arbeitete von 1977 bis 1984 im Alterszentrum Gibeleich. Sie erinnert sich: «Es war ein guter Arbeitsplatz, nicht weit weg von meinem Zuhause.» Zur Feier hatte sie das Arbeitszeugnis mitgenommen, worin ihr bezeugt wird, gewissenhaft und fleissig gearbeitet zu haben. Gerne pflegt sie Kontakt zu den Menschen im Gibeleich.

Ruza Filipovic stösst auf ihre Vergangenheit im Alterszentrum an. Bild: Sibylle Meier

Ursula Meier, seit neun Jahren Leiterin des Alterszentrums, berichtete, dass heutzutage die Menschen ihre Selbständigkeit so lange wie möglich erhalten und bewahren wollen. Im Zuge dieser Entwicklung sei eine enge Zusammenarbeit mit der Spitex gewachsen. «Bei uns leben die Menschen von drei Tagen bis zu drei Jahren und im Gegensatz zu früher ist der Altersdurchschnitt höher», sagte sie. 73 Betten umfasst das Alterszentrum, darin enthalten sind die sieben Betten der Aufnahmestation.

In die Aufnahmestation werden Menschen, nach einem Spitalaufenthalt wegen Krankheit oder eines Unfalls, eingewiesen. Unter der Verantwortung einer Ärztin wird abgeklärt, ob die Person wieder ein Leben in den eigenen vier Wänden führen kann oder nicht. Die Abklärung kann zwischen vier und acht Wochen dauern. «In dieser Zeit bekommen viele Menschen einen Einblick in unseren Alltag und damit beginnt die Hemmschwelle für den Eintritt in ein Altersheim zu sinken», erläuterte Meier.

Die Brocki, geführt von Freiwilligen Mitarbeitenden hatte geöffnet, Zeitungsartikel dokumentierten den Wandel der Pflege und ein Film gewährte Einblicke hinter die Kulisse der Küche.

Eine Bar auf dem Dach

Ein besonderer Höhepunkt im wahrsten Sinne, bildete an der Jubliäumsfeier der Besuch der Hochhausbar. Monika Maurer stand mit zwei Mitarbeiterinnen hinter dem Tresen und sie mixten Drinks als täten sie das jeden Tag.

Im echten Leben arbeitet Maurer in der Spitex. «Ich habe mich freiwillig gemeldet, heute an diesem luftigen Arbeitsplatz zu wirken», sagte sie während sie verschiedene bunte Zutaten zusammen mischte. Die vielen Besucher genossen es, zu einem leckeren «Hochhuusdrink» die startenden Flugzeuge zu beobachten.

«Das chunt eus spanisch vor» zum Mitschunken

Die Zwirni Band beehrte mit einem Auftritt die Gäste im Festzelt und als weiterer Höhepunkt sorgte die Schlagersängerin Maja Brunner für Stimmung. Mit dem Lied «Das chunt eus spanisch vor» hatte sie das Publikum gleich auf ihrer Seite. Die Sängerin mischte sich unters Publikum sprach und scherzte mit den Zuhörenden. Begeistert schunkelte das Publikum mit.

Erstellt: 25.08.2019, 17:48 Uhr

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