Kloten

Mit Weltrekord gegen Gewalt an Frauen

Am Freitag lässt Remo Schmid auf dem Sechseläutenplatz in Zürich einen Wetterballon in die Stratosphäre steigen. Die angehängte Botschaft lautet: «Stop Gewalt an Frauen.»

Der Elgger Steve Schild und Prix-Courage-Träger Remo Schmid (links) peilen einen Weltrekord mit guter Botschaft an.

Der Elgger Steve Schild und Prix-Courage-Träger Remo Schmid (links) peilen einen Weltrekord mit guter Botschaft an. Bild: Sibylle Meier

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Ein Weltrekord soll es werden, ein Spektakel und ein Hinaustragen der Botschaft, welche dem Unternehmer Remo Schmid so sehr am Herzen liegt. «Respektlosigkeit gegenüber Frauen oder auch allgemein, geht gar nicht. Rassismus und Gewalt sind nicht ok. Da stelle ich mich dagegen und setze ein Zeichen», sagt der 33-Jährige.

Um das zu erreichen nutzt der Klotener einerseits diesen Ballon. Ausserdem zapft er als Networker auch seine Kontakte an, welche er als Träger des Prix Courage 2017 und auch als Juror dieses Preises, mit welchem das Schweizer Magazin «Beobachter» alljährlich extrem viel Zivilcourage belohnt, gesammelt hat.

Nur so am Rande: Remo Schmid bekam den Preis verliehen, weil er an einer Bushaltestelle einer Frau zu Hilfe kam, die er blutüberströmt vorfand. Schmid bodigte den Peiniger und übergab ihn der Polizei.

Zwei starke Typen…

Als Kandidat des «Swiss Men’s Award 2020» ist Remo Schmid gut auf den Social-Media-Kanälen unterwegs. Deshalb werden wohl auch zahlreiche Follower zum Start auf dem Sechseläutenplatz erscheinen. «Ein riesiger Rummel ist geplant und erwünscht. Die ganze Welt bis hinaus ins All soll schliesslich wissen, dass Gewalt und Respektlosigkeit gegen Frauen nicht toleriert wird», sagt Schmid.

Hier erhält Remo Schmid den Prix Courage:

Der zweite im Bunde ist Steve Schild aus Elgg. Der 35-jährige ist Verkaufsleiter und bildet sich gerade zum Marketingleiter weiter. Er hält bereits den Weltrekord im Distanzrutschen, Bockspringen, 24-Stunden-Einkaufswägelischieben und Skiseilspringen. Dazu kommt, dass er der einzige Schweizer unter den Hundert Auserwählten ist, welche die Stiftung Mars-One dereinst ohne Retourbillet auf den roten Planeten schicken will, um so die Besiedlung einzuleiten. «Wenn sich zwei Typen wie wir treffen, so ergibt Eins plus Eins gleich Zehn», sagt Schild. Kennengelernt haben sich die beiden beim Swiss Men’s Award, denn auch Steve Schild ist Kandidat.

…nutzen Plattform…

«Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Plattform haben. Die Organisatorinnen Renata und Joy Angehrn suchen schliesslich keinen Schönling als Mister Right, sondern Typen mit Ecken und Kanten – und Visionen. Vorbilder halt», sagt Remo Schmid. An Bord des Flugobjekts befinden sich zwei Spielfigürchen. Diese tragen Zettelchen mit der Aufschrift «Gegen Rassismus», «Für Gleichberechtigung» und «Stop Gewalt an Frauen». Der dritte Passagier ist ein Murmeltier aus Plüsch, welches ein Schweizer Fähnchen in der Hand hält. 1600 Gramm Nutzlast sind das Limit.

…für wichtige Botschaft

Den Wetterballon inklusive GPS, Datenlogger und einer Checklist, damit in der Aufregung keine Fehler gemacht werden, bestellten die beiden im Internet als Kit. Kostenpunkt 1500 Franken. Vor Ort füllen sie das Fluggerät mit Helium. Innerhalb von 180 Minuten steigt es dann auf gut 30'000 Meter Höhe. Mit Hilfe einer App können die beiden am Handy verfolgen, wo es sich gerade befindet. Landen wird der Ballon schätzungsweise in der Region Ostschweiz. Sobald sie es am App sehen, wollen sie hinfahren um den «Weltraummüll» einzusammeln und zu entsorgen.

«Die Botschaft wird ankommen. Früher oder später. So oder so. Ich bleibe dran.»Remo Schmid

Eine Bewilligung war laut Remo Schmid nicht nötig, weil der Startplatz weiter als fünf Kilometer vom Flugplatz entfernt ist. «Falls das alles so glückt, verleiht uns das Rekord-Institut für Deutschland den Weltrekord der Kategorie: Höchste mit einem Ballon erzielte Höhe einer schriftlichen Botschaft», sagt Remo Schmid. Vorausgesetzt das Wetter bleibt schön, die Schnüre sind stabil genug und der Trägerkörper aus Styropor hält, wird der Weltrekord klappen. Remo Schmid ist zuversichtlich: «Die Botschaft wird ankommen. Früher oder später. So oder so. Ich bleibe dran.»

Am Freitag, 7. Februar, um 14 Uhr startet der weltrekordverdächtige Wetterballon mit seiner Botschaft am Sechseläutenplatz in Zürich in die Stratosphäre.

Erstellt: 06.02.2020, 15:10 Uhr

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