Freienstein-Teufen

Schloss Teufen liefert Weine und Kräuter

Wenn im Garten noch Pflanzen fehlen und der Weinvorrat noch aufgestockt werden soll, lohnt sich diesen Sonntag ein Abstecher zum Schloss Teufen. Am Kräuter- und Weintag kann man dort hauseigene Weine degustieren und Biopflanzen für den Garten aussuchen.

Alle helfen mit auf dem Schloss Teufen damit der Kräuter- und Weintag bei der Orangerie ein Erfolg wird: Sandra Kamm (33), Kuchenbäckerin und Schwägerin von Beat Kamm, Cheng Kar Leung (66) von der Schlossgärtnerei und Beat Kamm (43), Winzer von Schloss Teufen.

Alle helfen mit auf dem Schloss Teufen damit der Kräuter- und Weintag bei der Orangerie ein Erfolg wird: Sandra Kamm (33), Kuchenbäckerin und Schwägerin von Beat Kamm, Cheng Kar Leung (66) von der Schlossgärtnerei und Beat Kamm (43), Winzer von Schloss Teufen. Bild: Francisco Carrascosa

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Der Hof von Schloss Teufen ist fast vollständig vom Grundgeräuschpegel unten im Dorf abgeschirmt. Gerade kommt vom seitlichen Anbau ein Kalb vergnügt aus dem Stall ins Gatter gehüpft. Irgendwoher hört man jemanden Querflöte oder Klarinette üben. Die Zeit scheint hier stillzustehen. Das Schloss Teufen ist aber kein Museum, sondern ein Betrieb mit Weinanbau, Kelterei und Landwirtschaft. Oberhalb des Schlosshofes, ein paar Stufen hoch vom Hof aus, liegt die Orangerie, ein grösseres Gewächshaus, in das eine Gärtnerei eingemietet ist.

Weinvielfalt anbieten

Am Sonntag wird es nicht ganz so ruhig zu und her gehen, wenn der Kräuter- und Weintag stattfindet. Ausnahmsweise können dann auch sonntags die Weine des hauseigenen Rebberges degustiert werden und die Bio-Gärtnerei ist ebenfalls geöffnet. Wenn das Wetter mitspielt wird man diesen idyllischen Ort draussen geniessen können. Ansonsten steht ein Flügel der Orangerie zur Verfügung.

Die Vorbereitungen für den Kräuter- und Weintag sind schon voll im Gange. «Es funktioniert nur, weil alle mithelfen», sagt Beat Kamm (43), Winzer und Weintechnologe. Der Betrieb wird seit mehreren Generationen in der Familie geführt. Sechs verschiedene Traubensorten werden kultiviert und rund 15 verschiedene Weine gekeltert

Viele Reben erfroren

Der Frost in den vergangenen Wochen hat auch bei Familie Kamm viele Reben geschädigt. Die Verluste sind noch nicht absehbar. «Umso wichtiger ist es für uns, dass wir mehrere Standbeine haben», sagt Kamm.

Neben Weinanbau, Weinproduktion und Landwirtschaft bilden auch die Anlässe auf dem Schloss eine wichtige Einnahmequelle. Dass vermutlich auch der riesige Gingko-Biloba-Baum mit den speziell herzfächrig geformten Blättern von Frostschäden betroffen ist, schmerzt ihn: «Wir wissen noch nicht, ob er sich wieder davon erholt.»

Weinweg liegt am Schloss

Beim Wein- und Kräutertag geht es um eine Veranstaltung in eigener Sache, aber auch darum, auf den «lebendigen Weinweg» hinzuweisen, der direkt am Teufener Schloss vorbei führt. Der 38 Kilometer lange Wanderweg beginnt beim Schloss Wülflingen in Winterthur, zieht sich über die Südhänge des Irchels bis ins Rafzerfeld zum Bahnhof Rafz und wurde 2014 ins Leben gerufen.

Der aktuelle Anlass auf Schloss Teufen macht den Anfang in einer Reihe weiterer Veranstaltungen für und auf dem Weinweg bis zum nächsten Herbst.

(Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 19.05.2017, 17:39 Uhr

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