Opfikon

Stadtrat wirbt für 70-Millionen-Schulhaus im Glattpark

Der Stadtrat, Finanzvorstand Valentin Perego (FDP) sowie Schulpräsident Norbert Zeller (CVP) stellten das geplante Neubauprojekt der Primarschule vor.

Das verkleinerte Schulhausprojekt Glattpark: links das Schulhaus, rechts unten die Doppelturnhalle.

Das verkleinerte Schulhausprojekt Glattpark: links das Schulhaus, rechts unten die Doppelturnhalle.

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Im grossen Gemeinschaftssaal des ABZ Gebäude präsentierten Valentin Perego und Norbert Zeller vor zahlreich erschienenem Publikum eine Miniaturversion des geplanten Baus. Das Schulhaus selber sei etwas kleiner als das zuvor geplante, so Perego.

«Wenn man günstiger bauen will, muss man weniger bauen. Das ist eine Tatsache», erklärte der Finanzvorstand. Neu sei auch der Standort der unterirdischen Turnhalle. «Auf den Gebäuden oben drauf gibt es Spielflächen», so Perego. Der Pausenplatz nehme so zwei Stockwerken ein.

Abstimmung am 9. Februar

Am 9. Februar 2020 werden die Opfiker Stimmberechtigten das zweite Mal über den Bau einer neuen Primarschulanlage abstimmen. Das geplante Projekt, das im Glattpark gebaut werden soll, lehnte 2014 eine knappe Mehrheit (1719 Nein-Stimmen zu 1665 Ja-Stimmen) ab.

Insgesamt sollte der Bau rund 74,4 Millionen Franken kosten – vor allem die lokale SVP wehrte sich damals wie heute stark gegen das neue Schulhaus. Roman Schmid, SVP-Fraktionsvorsitzender im Opfiker Gemeinderat erklärte im November 2019, dass das Vorhaben von rund 71,2 Millionen Franken zu teuer sei.

Die Opfiker Stimmberechtigten erhielten in den vergangenen Tagen eine Broschüre mit einem Katalog voller Argumente gegen die geplante Primarschule. Auch wenn sie nicht namentlich erwähnt sei, stammen diese Flyer wahrscheinlich von der SVP, so Perego.

Fehlentscheid im 2014

Norbert Zeller bedauerte den Ausgang der Abstimmung im Jahr 2014. Das Nein sei ein klarer Fehlentscheid gewesen, so der Schulpräsident. «Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern», so Zeller. «Wichtig ist, dass wir jetzt bestmöglich versuchen zu kommunizieren, dass es ein gemeinsames Verständnis gibt.»

Das Projekt sei strategisch für die Gemeinde. Aktuell würden 1200 Kinder in Opfikon leben, darunter rund 400 alleine im Glattpark. Daher sei es offensichtlich, dass es auch ein Schulhaus brauche, erklärte der CVP-Stadtrat. Auch vielen Eltern, die am Informationsabend erschienen sind, bereitete ein mögliches Nein zur geplanten Primarschule grosse Sorgen, da es dringend ein richtiges Schulhaus und nicht nur Provisorien brauche.

Erstellt: 14.01.2020, 15:37 Uhr

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