Eglisau

Ursula Fehr versichert: «Keine Sorge, mir geht es gut»

Eine Plakat wirbt in Eglisau mit dem Namen Ursula. Eine Anspielung auf alt Gemeindepräsidentin Ursula Fehr soll es aber nicht sein.

Ausgerechnet mit dem Namen Ursula, dem Vornamen der alt Gemeindepräsidentin, wirbt Onko Plus in Eglisau.

Ausgerechnet mit dem Namen Ursula, dem Vornamen der alt Gemeindepräsidentin, wirbt Onko Plus in Eglisau. Bild: Paco Carrascosa

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In Eglisau zieht momentan ein Werbeplakat am Dorfausgang die Blicke auf sich. «Helfen sie Ursula, so lange sie noch lebt», steht darauf in Grossbuchstaben geschrieben. Ursula? Da gibt es doch eine nicht unbekannte Figur mit diesem Namen in Eglisau – die alt Gemeindepräsidentin und ehemalige Bezirksrichterin Ursula Fehr, welche mit alt Nationalrat Hans Fehr verheiratet ist.

«Keine Sorge mir geht es gut», versichert sie lachend auf das Plakat angesprochen. Trotz ihrer Abwahl als Gemeindepräsidentin im letzten Frühling sei sie glücklich und zufrieden. Dass es ihr Vorname in eine Plakat-Kampagne geschaft hat, überrascht die ehemalige SVP-Politikerin nicht. «In meiner Schulzeit waren wir sechs Ursulas in meiner Klasse», erklärt sie. Damals sei das ein sehr populärer Name gewesen. Auch Eglisau gebe es viele Ursulas. Manche würden sogar ebenfalls Fehr zum Nachnamen heissen.

Zufällig aufgehängt

Ausgedacht hat sich die Werbekampagne die Stiftung für mobile Onkologie und Palliativ-Pflege Onko Plus. «Das Plakat mit dem Namen Ursula haben wir natürlich nicht absichtlich in Eglisau aufgehängt», beteuert Geschäftsleiterin Ilona Schmidt. In der Kampagne würden die drei Frauennamen Karin, Jelena und Ursula und die Männernamen Peter, Thomas und Marco verwendet. Die Aufhängung der Plakate sei zufällig und würde nicht gesteuert.

«Die Namen haben wir gewählt, weil sie in unserer Zielgruppe am häufigsten vorkommen», erklärt Schmidt. Die Stifung Onko Plus bietet schwerkranken Betagten die Möglichkeit, weiterhin zuhause gepflegt werden zu können. «Leider sind die Beiträge der Krankenkasse und der Gemeinde dabei nicht kostendeckend», erklärt die Geschäftsleiterin. Mit der Plakatkampagne wolle man deshalb zum Spenden aufrufen. Durch das Verwenden von häufigen Vornamen soll die Kampagne persönlich rüberkommen.

«Eine gute Sache»

Ursula Fehr findet die Kampagne von Onko Plus eine gute Sache. Auch sie kenne in ihrem engen Umfeld ältere Leute, die krank seien. Übel nehmen will sie der Stiftung das Plakat deshalb nicht. «Ich nehme mich selber nicht so wichtig», erklärt sie.

Erstellt: 12.12.2018, 16:49 Uhr

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