Opfikon

Verbindungsstrasse kappen führt in die Sackgasse

Die ehemalige Hauptverbindung zwischen Kloten und Opfikon soll geschlossen werden. Der Stadtrat von Opfikon plant, aus der Klotenerstrasse eine Sackgasse zu machen. Das ­wäre zwar eine Beruhigung, erfreut aber nicht alle Anrainer.

Die alte Direktverbindung zwischen Kloten und dem Dorfkern von Opfikon ist heute nur noch eine Nebenstrasse, die zuweilen als Schleichweg dient.

Die alte Direktverbindung zwischen Kloten und dem Dorfkern von Opfikon ist heute nur noch eine Nebenstrasse, die zuweilen als Schleichweg dient. Bild: Christian Wüthrich

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Die Meldung ist unter den stadträtlichen Mitteilungen aus Op­fikon glatt zu übersehen: «Es wurde entschieden, die Klotenerstrasse zur Sackgasse umzubauen.» Wie man genau auf die Idee kam und was die angekündigte Sperrung der Strasse künftig für die Anrainer und heutigen Benutzer der Klotenerstrasse bedeutet, steht nicht in der kurzen Nachricht. Diese steht ganz am Ende einer Sammlung von Stadtratsbeschlüssen unter der Überschrift «Sanierung und Neubau Veloweg Klotenerstrasse – Kreditbewilligung Bauprojekt».

Noch nie etwas von der beabsichtigten Schliessung der Klotenerstrasse gehört hat man beim Familiengartenverein von Opfikon. Dort zeigt sich Präsident Heiri Schütz überrascht von den Plänen aus dem Stadthaus und fragt sich, wie das grösste der fünf Gartenareale denn künftig genau erreichbar sein wird für die vie-len Mitglieder und passionierten Hobbygärtner. Im Gebiet Hau-ächer liegen 77 Parzellen. Es ist der mit Abstand grösste von fünf Standorten des örtlichen Familiengartenvereins. Mit dem Auto ist die Anlage direkt von Kloten sowie vom alten Opfiker Dorfkern her erreichbar.

Schliessung der Strasse hätte Umweg via Zentrum zur Folge

Bei der besagten Klotenerstrasse handelt es sich um die historische Hauptverbindung zwischen Kloten und dem Dorfkern von Opfikon. Sie führt an der südwest­lichen Ecke des Hardwaldes vorbei, ist sei geraumer Zeit abernur noch eine Nebenstrasse mit verhältnismässig geringem Verkehrsaufkommen. Der Hauptverkehr aus Kloten in Richtung Zürich rollt inzwischen auf der Schaffhauserstrasse via Glatthofkreuzung in Glattbrugg weit am alten Dorfkern von Opfikon vorbei nach Zürich und Wallisellen.

Geplante Schliessung der Klotenerstrasse. Quelle red/©swisstopo (JM100004), Grafik ak

Falls die Klotenerstrasse dereinst wirklich geschlossen und baulich verbarrikadiert würdean der Gemeindegrenze, so würde das neben den Anwohnern aus dem Opfiker Dorfkern vor allem die Familiengartenmitglieder treffen, die ihre kürzeste Verbindung nach Kloten verlieren würden. Ohne direkte Zufahrt müssten sie einen Umweg von rund1,5 Kilometer über die Hauptverkehrsachsen und durchs viel befahrene Zentrum von Glattbrugg in Kauf nehmen.

Opfikons Bauvorsteher sagt: «Noch ist nichts entschieden»

Der zuständige Planungsfachmann der Bauabteilung Opfikon verweist in dieser Sache auf den Bauvorsteher der Stadt, Bruno Maurer (SVP). Als politischer ­Verantwortlicher ist er sich der Brisanz von möglichen Strassenschliessungen durchaus bewusst und gibt denn auch zu verstehen, dass man noch «in einem sehr frühen Planungsstadium» sei.«Es ist noch nichts entschieden», beruhigt Maurer. Der Gesamtstadtrat habe eben erst einmal 19 000 Franken für die Ausarbeitung eines Bauprojekts bewilligt. Dabei gehe es vor allem auch um die Verbesserung der Velowegverbindung und einer Fussgängerverbindung auf der besagten Verbindung. Denn das sei im kantonalen Richtplan so vermerkt, und man habe gewusst, dass diesbezüglich noch etwas zu tun sei.

Auf der Familiengartenanlage Hauächer wäre man einstweilen schon mit einer Temporeduktion auf der direkt an der Anlage vorbeiführenden Strasse zufrieden. Damit sei man auch schon beim Stadtrat vorstellig geworden, meinte Präsident Schütz. Ob es nun gleich eine Sperrung sein muss, lässt er vorerst offen. Die definitiven Absichten des Stadtrats über die Zukunft der Klotenerstrasse werden dereinst dem Stadtparlament von Opfikon zur Abstimmung vorgelegt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.10.2017, 08:14 Uhr

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