Wallisellen

Walliseller bekennen sich zum Sport

Im Sport- und Erholungszentrum von Wallisellen steht ein grösser Umbau bevor. Die Gemeindeversammlung hat sich klar für die Überdachung des Eishockeyfeldes ausgesprochen.

Das geplante Dach über dem Eishockeyfeld ist nur ein Teil des Projekts. Daneben soll der Westtrakt abgebrochen und durch einen zweistöckigen Neubau (rot) ersetzt werden, worin Garderoben sowie Betriebs- und Sitzungsräume Platz finden. Der Osttrakt (grau) soll aufgestockt und umgebaut werden, damit die Kälteanlage in das Gebäude integriert werden kann. Die bestehenden Garderoben werden neu gestaltet. zvg / mb

Das geplante Dach über dem Eishockeyfeld ist nur ein Teil des Projekts. Daneben soll der Westtrakt abgebrochen und durch einen zweistöckigen Neubau (rot) ersetzt werden, worin Garderoben sowie Betriebs- und Sitzungsräume Platz finden. Der Osttrakt (grau) soll aufgestockt und umgebaut werden, damit die Kälteanlage in das Gebäude integriert werden kann. Die bestehenden Garderoben werden neu gestaltet. zvg / mb

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In 87 Minuten über 6,6 Millionen Franken bewilligt: So speditiv zeigte sich die Walliseller Gemeindeversammlung am Montagabend im Saal zum Doktorhaus. Das teuerste Geschäft des Abends – oder genauer gesagt die Vorboten dazu – betraf die geplante Eisfeldüberdachnung im Sport- und Erholungszentrum. Die 218 Stimmberechtigten (2,14 Prozent) konnten vorerst aber nur dem Projektierungskredit von 359 700 Franken zustimmen, was sie mit lediglich sechs Gegenstimmen auch taten.

Das eigentliche Bauvorhaben wird um ein Vielfaches teurer ausfallen. Wie Finanzvorsteher Tobias Meier Kern erklärte, sind in der Investitionsplanung der Jahre 2018 bis 2022 für die geplanten Anpassungen, die Erweiterung und die Überdachung der Eisfeldanlage 10,4 Millionen Franken vorgesehen. Hinzukommen geschätzt gebundene Ausgaben in der Höhe von etwa 6,8 Millionen Franken für den Ersatz der bestehenden Kälteanlagen, der Eistechnik sowie der Eispisten, Banden und Tribüne. «Ohne diese Ersatzmassnahmen kann die Kunsteisbahn Wallisellen nicht weiter betrieben werden», sagte Meier Kern. Zwar seien die gebundenen Ausgaben nicht Bestandteil des Antrags, es sei jedoch sinnvoll und kosteneffizient, wenn diese Sanierung zusammen mit dem geplanten Bau des Daches stattfinden könne.

Trotz der hohen Summe, die im Raum stand, regte das Geschäft zu keinerlei Diskussion an. Einzig Heine Dietiker sprach sich im Namen des Forums pro Wallisellen für die Annahme des Antrags aus.

Dritte Rutschbahn bewilligt

Etwas umstrittener war der Antrag für eine dritte Rutschbahn im Hallenbad. Mit 140 Ja- zu 67 Nein-Stimmen zum Baukredit von 780 000 Franken fiel die Abstimmung am Ende zwar doch wieder deutlich aus. Dennoch konnten sich einige Votanten nur sehr schwer mit dem Gedanken anfreunden, dass ein unnötiges «nice-to-have-Projekt» realisiert werden soll.

Nur fünf Gegenstimmen erhielt der Kredit über 3,4 Millionen Franken für den Bau des Bahnhofplatzes Süd. Hierbei sind jedoch Beiträge von Privaten und den SBB in der Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen Franken zu erwarten, was den effektiven Aufwand für die politische Gemeinde auf 1,9 Millionen Franken reduziert. Der Platz soll hohe Bäumen, einen Brunnen und robuste Sitzelemente erhalten. Der Baustart ist für das Frühjahr 2018 vorgesehen.

Der gemeinderätliche Antrag für das neue Parkierungskonzept sowie das neue Parkkartenreglement wurde mit zwei Gegenstimmen angenommen. Das Geschäft zur Teilrevision der Bau- und Zonenordnung, welche eine Umzonung der Park-und-Ride-Anlage am Bahnhof sowie kleinere Anpassungen beim Alterszentrum Wägelwiesen vorsieht, erhielt sogar lediglich eine Gegenstimme.

Die Schulgemeindeversammlung präsentierte zwei Bauabrechnungen. Die Aufstockung der Tagesbetreuung Arche unterschritt den bewilligten Kredit von 3,2 Millionen Franken um rund 296 000 Franken. Die neue Mediathek im Zentrum Wallisellen (bewilligter Kredit: 709 560 Franken) fiel um rund 9500 Franken günstiger aus. Beide Geschäfte wurden diskussionslos bewilligt. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 26.09.2017, 18:50 Uhr

Das geplante Dach über dem Eishockeyfeld ist nur ein Teil des Projekts. Daneben soll der Westtrakt abgebrochen und durch einen zweistöckigen Neubau (rot) ersetzt werden, worin Garderoben sowie Betriebs- und Sitzungsräume Platz finden. Der Ostrakt (grau) soll aufgestockt und umgebaut werden, damit die Kälteanlage in das Gebäude integriert werden kann. Die bestehden Garderoben werden neugestaltet. (Bild: zvg / mb)

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