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Acht Kunstschaffende hinterlassen Spuren

Beim art treff 17 in Dietlikon haben acht Kunstschaffende aus der Region in einer gemeinsamen Ausstellung ihre Werke zum Thema «Spuren» gezeigt.

Die Kunstschaffenden zeigten in Dietlikon eine breite Palette an verschiedenen Kunstobjekten.
Die Kunstschaffenden zeigten in Dietlikon eine breite Palette an verschiedenen Kunstobjekten.
Sibylle Ratz

Am Tag vor der Vernissage wuseln die acht Kunstschaffenden in guter Stimmung durch das Atelier von Maja Graf und Gabriela Huldi in Dietlikon. Gemeinsam haben sie das Motto der Ausstellung – Spuren – bestimmt, gemeinsam haben sie die Ausstellung vorbereitet und gemeinsam richten sie jetzt die Räume her. Jeder für sich ist in eigener Vorgehensweise und mit der eigenen Kreativität dem Thema Spuren nachgegangen. Entstanden sind einzigartige Kunstwerke mit Interpretationsmöglichkeiten für die Besucher der Ausstellung.

Gemeinsames Ziel gesteckt

«Wir haben jeweils eine lässige Zeit miteinander bei den Vorbereitungen und auch bei der Ausstellung in den Gesprächen mit den Besuchern», sagt Gabriela Huldi bei der Eröffnung. Zusammen mit Maja Graf teilt sie sich seit ein paar Jahren das Atelier in Dietlikon und stellt es für die jährliche Ausstellung zur Verfügung. Die beiden Gastgeberinnen sind Kunsttherapeutinnen und haben sich bei der Arbeit kennengelernt. Hier geben sie auch Kurse für Kinder und Erwachsene, in denen sich Interessierte in neue Techniken und überhaupt an gestalterische Arbeiten heranführen lassen können.

Simone Witzig, eine der ausstellenden Künstlerinnen, ist Mutter von zwei kleinen Kindern: «Dank dem gemeinsamen Ausstellungstermin habe ich ein Ziel und nehme mir auch wirklich die Zeit fürs Malen». Wahrscheinlich würde ihr das sonst im Alltag untergehen, gibt sie offen zu.

Spuren im Schnee und Sand

Beim Thema «Spuren» denkt Marlis Dürst, Gemeindepräsidentin von Wangen-Brüttisellen, an Tierspuren im Schnee, Spuren im Sand in den Ferien am Mittelmehr, die nur kurz sichtbar sind. Schnell kommen sie und auch die Besucher der Ausstellung ins Philosophieren. Wo ist der Anfang, wo das Ende einer Spur? Welche Spuren bleiben, welche sind vergänglich? Es entwickeln sich vielfältige Gespräche zwischen den Künstlern und Besuchern. Die Kunst kommt gut an. Bereits sind einige der Kunstwerke mit einem roten Punkt versehen, also zum Kauf reserviert.

Kunstwerk von allen

Die Künstler haben sich im Vorfeld zur Ausstellung auch Zeit genommen, ein gemeinsames Kunstwerk zu gestalten. In einem separaten Raum haben sie auf einer grossen und mehreren kleineren Leinwänden unterschiedliche Spuren in Schwarz-Weiss hinterlassen.

Alle Künstlerinnen und Künstler arbeiten sonst alleine und geniessen es, sich gegenseitig zu inspirieren und zusammen mit ihren Kollegen ihre Werke auszustellen, wie sich alle übereinstimmend äussern. Maja Graf arbeitet sehr gerne mit Alltagsmaterialien, die schon eine Geschichte haben. Eines ihrer Kunstwerke in der Ausstellung ist aus der Überzugshose ihres Mannes entstanden, der letztes Jahr pensioniert wurde. «Ich mag Gegenstände, die eine Geschichte haben.»

Gabriela Huldi will mit leichter Art auch auf schwierige Themen aufmerksam machen. Jeder der Künstler hat eigene Materialien und Techniken verwendet. So gibt es verspielte Skulpturen von Fredi Brüderlin, Metallgebilde von W. Grapa Gauschi, feingestrichelte Bilder von Jena-Pierre Avvanzino, Farbvariationen in strukturierten Gemälden von Paul Nievergelt. Maja Graf zeigt «Spuren der Arbeit», Simone Witzig hat Gouachebilder kreiert, Rita Madelaine Lowenthal arbeitete mit Holz und anderen Materialien. Gabriela Huldi entführt zur Musik von Pink Floyd in ihre Installation und ihre Bilder: «Es geht um Momentaufnahmen, die in der Seele nachklingen sollen.»

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