Zum Hauptinhalt springen

Alle Gegenstände in diesem Raum sind illegal

Ein Teil der am Flughafen beschlagnahmten Waren wird in der Asservatenkammer der Grenzwache ausgestellt.

In der Asservatenkammer am Flughafen Zürich sind viele exotische Tiere ausgestellt.
In der Asservatenkammer am Flughafen Zürich sind viele exotische Tiere ausgestellt.
Balz Murer

Pistolen, Kokain, Krokodile, Testosteron-Tabletten: In der Asservatenkammer der Eidgenössischen Zollverwaltung am Flughafen Zürich findet man so allerlei Verbotenes. Eines haben alle Gegenstände gemeinsam: Sie sollten via Flughafen in die Schweiz geschleust werden oder von da aus weiter in die ganze Welt reisen.

Täglich nutzen 30 000 Flugpassagiere nach ihrer Ankunft in Kloten die grünen Ausgänge bei den Terminals und geben dem Grenzwachtkorps dadurch zu verstehen: «Ich habe keine Waren anzumelden.» Es gibt aber auch Reisende, die sich mit illegalen Gegenständen im Gepäck durch diese Ausgänge begeben.

Manchmal bewusst, oft aber auch unwissentlich. Peter Zellweger, Dienstchef Aufgabenvollzug beim Grenzwachtposten, sagt: «Die von uns sichergestellten Waren stammen oft von ‹08/15-Reisenden›. Wir erwischen aber auch immer wieder Schmuggler, die im Auftrag krimineller Gruppierungen handeln.»

Genaues Beobachten

Die Grenzwächter führen deshalb Stichproben durch. Doch nach welchen Kriterien suchen sie sich Personen aus, welche genauer überprüft werden sollen? Zellweger führt aus: «Zuerst beobachten wir ihr Verhalten. Bewegen sie sich zielführend? Sind sie nervös? Wie verhalten sie sich gegenüber uns?» Am Ende entscheide dann jeweils auch ein wenig das Bauchgefühl, welches mit steigender Erfahrung immer besser werde.

«Zum Teil setzen wir auch Schwerpunkte, die wir aufgrund von Risikohinweisen definieren.» Das könnte dann Flüge aus bestimmten Destinationen betreffen. «Neben Erfahrung und Risikoanalyse ist es manchmal aber auch Zufall. Denn der Durchgang beim Zoll ist sehr kurz, und uns bleiben nur wenige Sekunden, um uns zu entscheiden.»

Ein Teil der illegalen Gegenstände in der Asservatenkammer wird zudem in Frachtsendungen gefunden. «Wir haben technische Hilfsmittel, um Pakete zu durchleuchten. Hinzu kommen gut ausgebildete Hunde, die Drogen aufspüren können.»

Die Asservatenkammer soll eine Übersicht über die Arbeit der Eidgenössischen Zollverwaltung bieten. «Dadurch können wir neue Mitarbeitende sensibilisieren und verschiedenen Partnern veranschaulichen, was wir den ganzen Tag so machen.» Die Eidgenössische Zollverwaltung ist neben dem Zollrecht für die Umsetzung von über 100 weiteren Gesetzen zuständig.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch