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Alte Bretter werden zu neuen Hütten

Noch bis Freitag kann die Bassersdorfer Jugend auf der Sechseläutenwiese eigene Bauprojekte verwirklichen. Dahinter steht die Jugendarbeit.

Zusammen mit Thibaud Roth bemalt Sabrina Manhart die Hinweisschilder auf der Sechseläutenwiese.
Zusammen mit Thibaud Roth bemalt Sabrina Manhart die Hinweisschilder auf der Sechseläutenwiese.
Leo Wyden

Jeden Tag wird der grosse Haufen mit Brettern, Balken und Latten auf der Sechseläutenwiese kleiner. Dar­aus entstehen Bau- und Werkideen der Jugend von Bas­sers­dorf. Grund dafür ist das diesjährige Projekt der Jugendarbeit der Gemeinde zusammen mit der katholischen und der reformierten Kirche. «Chills mal Basi, mir baued» soll die Teilnehmer dazu animieren, ihren Bau- und Bastelideen freien Lauf zu lassen und in gemeinsamer Planung und Arbeit die Wiese noch bis am Freitag nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Ohne Anmeldung können Jugendliche zwischen 14 und 19 Uhr vorbeikommen und mitmachen.

Die Brettervom Sommerlager

Zu Beginn der Woche nutzten 13 junge Bassersdorfer diese Chance. «Gestern haben wir die Zelte aufgestellt. Erste Ideen wie ein Bambusturm haben bereits Form angenommen», sagte Andreas Roth, Jugendbeauftragter der Gemeinde, am Dienstag. Dies tat er gerade, als eine neue Gruppe von zwölf jungen Handwerkern auf dem Platz erschien. «Als sie das Material gesehen hatten, entschieden sie, dass sie ein Haus bauen wollen.»

Der Grossteil der Bretter und Latten kommt vom Sommerlager der katholischen Kirche. Aber auch sonst sorgten die Jugendarbeiter mit der Beschaffung verschiedenster Materialien für viele Ideen. Bambusstöcke, Palette, Seile, Farben und Werkzeuge gehörten dazu. «Die Jungs sind von den Werkzeugen sofort fasziniert und legen los.» Die Mädchen, die klar in der Minderzahl sind, würden sich aber eher zurückhalten.

Nicht zurückgehalten hat sich Loris Avino (13) aus Bassersdorf, der die Projekte der Jugendarbeit auch sonst schätzt. «Ich gehe ­gerne ins Jugendhaus und kenne hier alle Teilnehmer. Man kann Spass haben, mit Kollegen Zeit verbringen und etwas zusammen machen.» Loris nahm sich ein paar Paletten an, aus denen er ein Sofa bauen will, das später mit Kissen ausgestattet wird.

Beim Turmbau halfen auch zwei Asylsuchende aus Afghanistan mit. Sayes Ali Shah (18) und Qurbani Albuzar (21) wohnen momentan im Pfarrhaus. Auch wenn sie sich auf Deutsch noch nicht ausdrücken konnten, hatten sie sichtlichen Spass dar­an, im Kreis Gleichaltriger selber ­etwas auf die Beine zu stellen. Neben den Jugendarbeitern ­hatte auch Martin Götti von der Sagi Bassersdorf ein wachsames Auge auf die Jugend – und hilfreiches Wissen beim Bau.

Neues Konzept

Ursprünglich waren die Mädchen- und Bubentage das traditionelle Projekt der Jugendarbeit. «Doch es gab immer weniger Anmel­dungen, so mussten wir über die Bücher», sagt Andreas Roth. Auch, weil sich über die Zeit die eigentliche Zielgruppe der Jugend­arbeit etwas verschoben hätte. «Von den Tagen fühlten sich irgendwann hauptsächlich die Dritt- bis Sechstklässler angesprochen.» Die Jugendarbeit richtet sich aber an Jugend­liche ab der ersten Oberstufe und junge Erwachsene. «So beschlossen wir, etwas Neues zu machen». So startete man im letzten Jahr bei der Aktion 72 Stunden mit, bei der schweizweit gemeinnützige Projekte realisiert wurden. Dieses Jahr entstand die Idee, einen ­offenen Bau- und Werkraum zu veranstalten. Am Freitagabend oder Samstag soll das Ergebnis den Eltern vorgestellt werden.

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