Glattfelden

Auch Hartgesottene stiessen an ihre Grenzen

Ein Radrennen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, das ist nichts für Weicheier. Schnee, Eis und Schotterpisten: Beim Radrennen «Tortour Gravel» war der Name Programm. Trotzdem stand bei den meisten Fahrern der Spass im Vordergrund.

Insgesamt 2800 Höhenmeter legten die 120 Teilnehmer bei der «Tortour Gravel» zurück.
Video: David Gonzalez

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Beim Radquerrennen «Tortour Gravel», das am Wochenende in Glattfelden stattgefunden hat, starteten rund 120 Teilnehmer in sechs verschiedenen Kategorien entweder alleine oder im Zweier-Team. Was sie in den drei Etappen erwartete, war kein Zuckerschlecken. Zirka 180 Kilometer und 2800 Höhenmeter legten sie zurück.

Schnee, der einen zwingt, das Rad vier Kilometer weit zu stossen und vereiste Abfahren: Das Rennen verlangte den Fahrern und dem Material alles ab. Einige Teilnehmer wurden bereits in den ersten beiden Etappen wegen technischen Defekten gezwungen aufzugeben. Auch einen Unfall gab es. Das hielt die meisten aber nicht davon ab, für die letzte Etappe noch einmal ausser Konkurrenz an den Start zu gehen. Der letzte Abschnitt war 84 Kilometer lang und fand gestern statt. «Seid vorsichtig, es geht nicht darum, um sein Leben zu fahren, es geht darum, Spass zu haben», gab OK-Präsident Mario Klaus daher den Teilnehmern kurz vor dem Start mit auf den Weg. Und dann ging es los. Mit Handschuhen, Mützen und GPS-Trackern ausgerüstet starteten die Fahrerinnen und Fahrer beim Riverside Hotel in Glattfelden in die finale Etappe.

Profis setzten sich durch

Die Teilnehmer unterstützten die Aussage von Mario Klaus. Auf die Frage, was er sich für das Rennen vorgenommen hat, antwortete Teilnehmer Felix Diehl: «Das Ziel ist mein Ziel.» Sein Teamkollege Christoph Nelz ergänzte: «Wir wollen einfach Spass haben und versuchen, dabei nicht krank zu werden.» Der Grund warum sie bei den eisigen Temperaturen an einem Radrennen teilnehmen sei, dass sie dadurch den ganzen Winter motiviert waren, zu trainieren. Es gehe aber auch darum, sich möglichst zu verausgaben.

Unter den Teilnehmern des Breitensport-Events waren viele ambitionierte Hobbysportler zu finden. Doch auch Profis waren mit am Start. Einer von diesen ist Simon Zahner vom Veloclub Meilen. Er gewann das Rennen mit einer Zeit von 6 Stunden und 26 Minuten. Knappe zehn Minuten später traf der Oberweninger und Schweizermeister Timon Rüegg ein. Die beiden sind erst kürzlich von der Radquer-Weltmeisterschaft in Dänemark zurückgekehrt. Den dritten Platz sicherte sich Lukas Winterberg mit vierzehn Minuten Rückstand auf Zahner. Doch auch den Profis scheint es bei diesem Event in erster Linie um Spass zu gehen. «Die Saison mit tollen Leuten ausklingen lassen, ich freu mich riesig drauf!», schrieb der Sieger einen Tag vor Rennbeginn auf Facebook.

Erstellt: 10.02.2019, 18:30 Uhr

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