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Autos wecken grosse Emotionen bei Jung und Alt

Zwei besondere Fahrzeuge standen im Mittelpunkt der 34. Auto Bülach vom Wochenende mit ihren 135 auf Hochglanz polierten Modellen.

Liebling vieler Besucher war der Fiat 500 Riva, hier getestet von Antonio Beltrani und Michel Colon (vorne) sowie Denny und Aisha Guerrero.
Liebling vieler Besucher war der Fiat 500 Riva, hier getestet von Antonio Beltrani und Michel Colon (vorne) sowie Denny und Aisha Guerrero.
Francisco Carrascosa
Das Innenleben eines Elektroautos von Hyundai zeigte Dominique Etter.
Das Innenleben eines Elektroautos von Hyundai zeigte Dominique Etter.
Francisco Carrascosa
Sich trotz Rollstuhl?am Steuer eines Maserati Fahrstunden nehmen: Das dies möglich ist, freut Chiara (17).
Sich trotz Rollstuhl?am Steuer eines Maserati Fahrstunden nehmen: Das dies möglich ist, freut Chiara (17).
Francisco Carrascosa
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Die Hände tief in die Hosentaschen gesteckt, schlenderten gestandene Männer mit Kennerblick durch die Präsentation der neuen Wagen aus 19 Unterländer Garagen, während junge Frauen sich eher für schnittige wie auch praktische Modelle interessierten. Die 34. Auto Bülach in der Stadthalle hat am Wochenende Tausende Besucher angezogen, darunter viele Kinder. Die Kleinen genossen es, echte Autos als Spielzeug zu nutzen, wie der siebenjährige Dario aus Bülach. Er setzte sich zur Probe in ein Fiat-Cabriolet und drehte mit mundgemachtem Motorgeräusch am Steuer.Wenige Schritte daneben war am Stand des TCS Unterland ein schwarzer Maserati platziert, den eine junge Frau im Rollstuhl mit strahlendem Gesicht betrachtete. «Mit ihm konnte ich meine ersten Runden während einer Fahrstunde drehen», erklärte die 17-jährige Chiara aus Thun. Seit ihrem Unfall vor einem Jahr ist sie querschnittgelähmt und fürchtete zu Beginn, dass sie nie Auto fahren lernen wird. Das «Herzprojekt» der Regensdorfer Fahrschule Koch mit Partnern ermöglicht mit dem bedürfnisgerecht umgebauten Maserati Quattroporte, dass Menschen mit fast jeder Behinderung umgeschult werden oder die Autoprüfung machen können.

Riva-Jacht auf vier Rädern

Den Titel «Auto des Jahres», vergeben von einer internationalen Jury, hat 2017 der Peugeot 3008 dank seiner Kompaktheit, der grosszügigen Innenausstattung und der innovativen Technologie ergattert. Seematt-Garagist Franz Peischler aus Bülach sagte zum Titel: «Das ist so etwas wie eine Olympiagoldmedaille.»

Zu sehen gabs neben dem «Olympiasieger» 134 weitere Modelle. Aus dem Gros der imposanten Neuwagen stach ein Winzling heraus, der vor allem die Herzen der Frauen eroberte: der Fiat 500 Riva, den Antonio Beltrani und Michell Colon mit den Kindern Denny und Aisha Guerrero aus Niederhasli sofort in Beschlag nahmen. Seine wahre Stärke ist nicht der Zweizylindermotor mit 80 PS, sondern das schnittige Styling sowie das edle Interieur samt weissen Lederpolstern und mit Mahagoni verkleideten Armaturen. Der Cinquecento wurde in enger Zusammenarbeit mit dem traditionsreichen italienischen Bootsbauer Riva Aquamar erschaffen.

Nicht die luxuriöse Ausstattung, sondern das Sicherheitsbedürfnis für seine Familie steht im Vordergrund bei Patrick Burch aus Neerach, der mit seiner Frau Michèle und dem 17 Monate alten Sohn Jayden durch die Ausstellung streifte. Der Mercedes-Kombi-Fahrer interessierte sich für den Volvo V90. Der Premium-Kombi der Oberklasse ist mit sämtlichen Sicherheitssystemen ausgerüstet, wie Run off Road Protection zum Insassenschutz bei Unfällen durch Abkommen von der Fahrbahn oder teilautomatisches Fahren bis 130 km/h.

Elektrowagen finden Fans

Als «Fahrer der besonderen Art» bezeichnet Dominique Egger die Besitzer von reinen Elektrofahrzeugen. Der Hyundai-Garagist aus Bachenbülach war unter anderem mit dem Ioniq Electric an der Auto Bülach vertreten. Der schnittige Wagen ohne durchlässige Kühlerfront leistet mit seinem Elektromotor 88 Kilowatt und fährt bis zu 250 Kilometer weit. «Das Interesse an diesem Modell ist gross», sagte Egger und fuhr in Bezug auf die «Fahrer der besonderen Art» fort: «Die Stromer sind sich bewusst, dass sie während weiter Fahrten eine Pause einlegen und in dieser Zeit den Wagen am Stecker auftanken.» Dies dauert zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden und ist an vielen Orten gratis.

Die Auto Bülach ist für OK-Präsident Bruno Pongelli von der Hoffmann-Garage in Höri ein Treffpunkt der stark interessierten Besucher, die sich nach einem neuen Wagen umsehen und vor Ort direkt vergleichen können. Auf die vielen zusätzlichen Attraktionen wie die leicht bekleideten Hostessen auf anderen Autoschauen verzichtet man in Bülach. «Bei uns stehen die Autos klar im Mittelpunkt», sagte Pongelli.

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