Hochfelden

Bald hat es wieder einen Frohsinn im Ort

Nach mehr als zweijähriger Bautätigkeit wird im Oktober das Restaurant Frohsinn wieder eröffnet. Im gleichen Gebäude entstehen zudem neun Wohnungen, drei davon sind rollstuhlgängig.

Eigentümer und Bauherr Karl Pavoni plant, im Gewölbekeller ein Fumoir einzurichten.

Eigentümer und Bauherr Karl Pavoni plant, im Gewölbekeller ein Fumoir einzurichten. Bild: Paco Carrascosa

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Noch wird im Gebäude an der Stadlerstrasse 2 gearbeitet, was das Zeug hält: Die Maler kümmern sich um die Fassade, Unterlagsböden und Heizung werden montiert, bald erfolgt das Verputzen der Wände, bevor schliesslich die Platten in Küchen und Badezimmer verlegt werden. In zwei Wochen kommt zudem das Gerüst an der Fassade weg.

Bauherr und zugleich Inhaber der Liegenschaft ist Karl Pavoni. Er führt durch die Räumlichkeiten des Restaurants. Wo früher die Gaststube war, entsteht nun das eigentliche «Dorfrestaurant» samt Stammtisch mit Platz für 30 Personen. Nebenan in der ehemaligen Poststelle entsteht ein Speiserestaurant, welches weiteren 30 Gästen Platz bietet. Und im einstigen Schulzimmer gibt es neu ein Vereinslokal mit 24 Plätzen.

Überall sind noch die alten Holzbalken sichtbar, die in teils aufwendiger Arbeit demontiert, sandgestrahlt und wieder eingebaut wurden. Der Gewölbekeller im Untergeschoss mit seinen Natursteinwänden dient als Fumoir. Die Aussenwände des Gebäudes wurden isoliert und neu verkleidet. Doppeltür und spezielle Lüftung sorgen für ein angenehmes Raumklima. Im Untergeschoss gibt es zudem grosszügige WC-Anlagen, Garde­robenräume für das Personal und diverse Lagerräume.

Es soll wieder ein zweites Restaurant geben

Der Grund, weshalb Karl Pavoni die Liegenschaft im Oktober 2016 kaufte, hat mit dem Restaurant zu tun. «Ich wollte, dass es in der Gemeinde neben dem Rosengarten wieder ein zweites Restaurant gibt, wo man am Stammtisch gemütlich zusammensitzen kann.» Zu seinen Bedingungen an die neue Pächterschaft gehört auch, dass eine gutbürgerliche Küche im Angebot steht: «Ich möchte keine Pizzeria und keine abgehobene Küche. Zudem muss das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen.»

Foto: Paco Carrascosa

Die neuen Pächter sind auch bereits bestimmt und hoffen, im Oktober den Betrieb aufnehmen zu können. Bis April dieses Jahres haben Mariana und Bilo Peralta den Roten Apfel in Niederhasli geführt. «Bilo Peralta ist Koch mit Leib und Seele. Seine Frau wird für den Service zuständig sein.» Dass es heutzutage schwierig sei, einen Gastronomiebetrieb gewinnbringend zu führen, ist Pavoni klar. «Mein Ziel ist einfach, dass das Gebäude selbsttragend ist.»

Viele Hindernisse während der Bauphase

Viele Hindernisse gab es in den letzten zwei Jahren zu überwinden. Das Gebäude mit Baujahr 1811 war einst ein Bauernhof mit integriertem Schulhaus. 1891 kamen die Wirtschaft sowie ein Laden hinzu. 1968 erfolgte der Einbau der Poststelle. Da das Objekt unter Denkmalschutz steht, waren wochenlange Verhandlungen mit Denkmalpflege und Heimatschutz nötig.

«Es gibt kein Amt, das ich mittlerweile nicht kenne»Karl Pavoni, Bauherr

Hohe Kosten seien beim Abbruch entstanden wegen des Verdachtes auf Asbest. «Zwar wurden davon nur minime Mengen gefunden, aber es hat uns ein Heidengeld und viel Zeit gekostet.» Weitere vier Monate Zeitverlust habe es bezüglich des Brandschutzkonzeptes mit der Gebäudeversicherung gegeben. «Es gibt kein Amt, das ich mittlerweile nicht kenne», sagt Pavoni. Handkehrum lobt er die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. «Diese ist unserem Vorhaben gegenüber sehr positiv eingestellt und bietet immer Hand.»

Sobald der definitive Eröffnungstermin feststeht, möchte der Bauherr ein Einweihungsfest für die Öffentlichkeit organisieren. Dann soll endlich wieder Leben im Frohsinn einkehren und Zeit bleiben für zahlreiche Begegnungen und Gespräche.

Erstellt: 13.08.2019, 06:26 Uhr

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.