Bassersdorf

Bazzils Kulturschopf ködert mit Karneval im Kleinkunststil

Am Donnerstag beginnt in Bassersdorf die wohl grösste Fasnacht des Kantons. Diese bietet mit einem erweiterten und auf­gepeppten Programm neuerdings auch etwas für Nostalgiefasnächtler und Fansvon etwas feineren Tönen.

Kein «knallrotes Gummiboot», sondernein knallroter Fasnachtsschopf samt Bar mit etwas feineren Tönen ist diese Einrichtung der Bazzilsmannli-Gruppe beim Restaurant Frieden während der Bassersdorfer Fasnacht.

Kein «knallrotes Gummiboot», sondernein knallroter Fasnachtsschopf samt Bar mit etwas feineren Tönen ist diese Einrichtung der Bazzilsmannli-Gruppe beim Restaurant Frieden während der Bassersdorfer Fasnacht. Bild: PD

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Es ist Fasnacht einmal anders, was die Bassersdorfer Bazzilsmannli organisieren. Am betriebsamsten Abend der Basi-Fasnacht – am kommenden Samstag – hält die einheimische Maskengruppe nämlich etwas Spezielles fürs Publikum bereit.

Nicht so lärmig-laut wie sonst überall soll es an diesem Abend in ihrem Kulturschopf zugehen. In Bazzils Kulturschopf lockt viel mehr ein humorvoll-heiteres Programm mit witzig-würzigen Auftritten.

In jenem Schopf – «mitten im Auge des Taifuns», wie es Mitorganisator Urs Wegmann beschreibt – treten aber nicht die Bazzilsmannli selber auf. Ihre Kleinstbühne im rot ausstaffierten Holzhäuschen überlassen sie vier besonderen Gastformationen. Die sollen für etwas Abwechslung und vor allem ein bisschen fasnächtliche Kultur im grossen Trubel des feuchtfröh­lichen Feierns sorgen.

Den Abend im Kulturschopferöffnen wird eine Giigegugge aus Zürich. Der Name ist Programm, und weil Geigen nicht gerade das typischste Instrument in fasnächtlichen Zeiten sind, verspricht dies allein schon, ein spezielles Hörerlebnis zu werden. «Ein musikalischer Leckerbissen für närrische Geniesser» verspricht Wegmann allen Neugierigen denn auch.

Eine lüpfige Handorgelgugge

Als weitere Formation tritt Guggsoleil auf und zeigt, dass Guggenmusik auch einen Tick raffinierter geht. Es ist eine Gugge, die eine Vielzahl von Musikstilen pflegt und zwischendurch auch mal mit einer kleinen Performance überrascht. «Ein wilder Haufen mit viel Leidenschaft», umschreiben es die Organisatoren. Auch dabei ist Käthis Kwetschkommoden-Kwartett, das nach den Geigen ebenfalls mit einer unerwarteten Fasnachtsinstrumentierung aufwartet.

«Ein lüpfiges Intermezzo mit Handorgeln» wartet somit auf die Besucher. Zur Geisterstunde gibts schliesslich noch die Gruppe Ghackets & Hörnli. Zu sechst eröffnete die Truppe im Vorjahr, in Kochmützen und -schürzen gekleidet, den Abend im Kulturschopf. Nun sind die illustren Musikköche mit «Rock ’n’ Roll ohne Peterli und Tomatenschnitz» erneut dabei – heuer dafür mit Rock ’n’ Roll «aus Blech». Ihr neue Tournee trägt den Titel «Apfelmaus 2018».

Basi-Fasnacht blüht neu auf

Der Mitinitiant des Kulturschopfs Urs Wegmann gehört zu jenen angefressenen Bassersdorfern, die ihre Dorffasnacht nicht nur feiern, sondern genussvoll zelebrieren. Der Fasnachtsfan, der einst als Redaktor beim «Zürcher Unterländer» tätig war, hat gar ein Buch («Der erbrachte Beweis von Narrengeist») über die grösste Fasnacht im Züribiet geschrieben.

Der Kulturschopf mit der Maskengruppe Bazzilsmannli, wo er selber auch mitmacht, ist nicht seine erste Idee, dem närrischen Brauchtum neues Leben einzuhauchen. Während andernorts im Kanton die Fasnacht allmählich unterzugehen droht oder schon längst verschwunden ist, treibt der alte Brauch in Bassersdorf nämlich immer neue und wie es scheint auch erfolgreiche Blüten.

Wegmann ist aber nicht nur Guggenmusiker, Bazzilsmitglied und Fasnachtsbuchautor, sondern war 2006 auch Initiant des ersten Bubenmarschs der Neuzeit. Es ist dies ein in Vergessenheit geratener Auszug der als Krieger verkleideten Dorfjugend – heute von Erwachsenen – als Parodie auf die militärischen Musterungen in der Zeit der Helvetik. Heuer findet der Bubenmarsch zum 13. Mal seit der Wiedereinführung statt. Und erstmals gehts in einem Zweitagesmarsch anstatt in einen Bezirkshauptort ins Ausland nach Waldshut, wo die Unterländer von einem dortigen Narrenkomitee empfangen werden.

Erstellt: 07.02.2018, 10:27 Uhr

Infobox

Bazzils Kulturschopf: Am Samstag, 10. Februar, ab 19.30 Uhr neben dem Restaurant Frieden in Bassersdorf. 20.30 Uhr Giigegugge; 21.30 Uhr Guggsoleil; 23 Uhr Käthis Kwetschkommoden-Kwartett; 24 Uhr Ghackets & Hörnli. Eintritt frei.

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