Bülach

Bier ist viel mehr als nur Hopfen und Malz

Gegen 700 Bierliebhaber zog es am Samstag auf den Lindenhof. Zum zweiten Mal fand dort das Craft Beer Festival statt.

Daniel Gatmann und Mirjam Maag trinken Goerfi-Bier aus Glattfelden.

Daniel Gatmann und Mirjam Maag trinken Goerfi-Bier aus Glattfelden. Bild: Paco Carrascosa

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Waren es vergangenes Jahr bei der Erstauflage im Juli um die 1500 Besucher, erreichte die Zweitauflage des Craft Beer Festivals – auch kurz Bierfest genannt – diesmal um die 700 Bierliebhaber. «Wegen der Fussball-WM haben wir den Anlass dieses Jahr später durchgeführt», sagt Sarah Gianesi, welche den Anlass zusammen mit Bierbrauer John Hiltebrand organsiert hat. «Nächstes Jahr wird das Craft Beer Festival wieder im Juli stattfinden», versichert sie. Trotz wetterbedingt weniger Gästen als bei der Ersttauflage gehe es darum, verschiedene lokale Biere zu degustieren und die Vielfalt der Bierstile kennenzulernen. «Die Stimmung zählt, nicht die Anzahl Besucher», betont John Hiltebrand und schwärmt sogleich von seinem Lieblingsbier, dem New England JPA, welches hopfig schmeckt.

Zwei Gastkantone vertreten

Zwölf regionale Brauereien waren es dieses Jahr, welche ihre Biere präsentierten, darunter zwei Brauereien aus Gastkantonen. «Alle Anbieter vom letzten Jahr sind wiedergekommen», freut sich Hiltebrand. «Wir feiern das lokale Bier.» Die Spielregeln sind gleichgeblieben. Wer will, ersteht sich für zehn Franken ein Glas – in anderer Ausführung als letztes Jahr – und degustiert die Biere, welche einen gelusten. Dabei variieren die Preise für drei Deziliter Bier zwischen vier und sechs Franken.

Der Preis scheint zweitrangig zu sein. Die Besucher kommen von weither. Timo aus Finnland mag das St. Laurentius hell besonders gern, während Kollege Emanuele aus Italien vom Glattfelder Bier schwärmt. Pizza, Angus Burger, Bratwürste und Bier-Cupcakes ergänzen das Angebot.

Zu Ehren Gottfried Kellers

Zum ersten Mal erhältlich war bei der Privatbrauerei Glattfelden das Göpfi-Bier, kreiert zu Ehren des 200. Geburtstags von Gottfried Keller. «Das aromatische Bier kommt sehr gut an», versichert Mitarbeiter Daniel Gartmann.

Gleich nebenan zeigen Yves Haussener und Kollege Christian Mohler von der Braumanufaktur Schlachthuus GmbH ihre Gebräue. Ferien im Glas verspricht das extrem hopfige und fruchtige «Tropical Dream», während das Lieblingsbier des Brauers Yves Haussener, das «Hoppy Darkness» mit viel dunklem Malz, glatt als Dessert durchgehen könnte. Angesichts der kühlen Temperaturen gibts zusätzlich Glühwhisky im Angebot, ein Vorbote auf die nahende Adventszeit.

Bei Aabachbier, der Bierzunft Wehntal und El Caballero Brewing, welche sich zu dritt zusammengetan haben, um experimentelle Biere anzubieten, gilt es, einige Spezialitäten kennenzulernen. «Anders als die anderen», lautet das Motto dieser Bierbrauer, und anders sind die Biere definitiv. So schmeckt das «Berliner Weisse» nach Guave und Drachenfrucht, und beim Stout «Collab On, Collab Off» - in Holland gebraut - wähnt man sich bereits beim Schoggidessert. «Wir wollen verschiedene Spektren des Biers zeigen», sagt Hobby-Bierbrauer Jan De Ruijter. Da passt auch das «Cider» mit Himbeeren und Äpfeln vom Bauern in Schöfflisdorf dazu. Und wer besonders wagemutig ist, bestellt das «chili choco brain freeze» - hergestellt mit einer der schärfsten Chilisorten, auf Eis serviert. Einmal probiert, niemals vergessen.

Erstellt: 02.09.2018, 16:45 Uhr

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