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"Das Baugesuch ist ein Meilenstein"

Das Baugesuch für das Zentrale Verwaltungsgebäude ist eingereicht. Das hat die Stadt Bülach zum Anlass genommen, über den Stand des 28-Millionen-Projekts zu informieren. Dabei stellte man sich auch den kritischen Fragen der Anwohner.

Unmittelbar beim Zentralen Verwaltungsgebäude plant die Stadt einen kleinen Erholungspark.
Unmittelbar beim Zentralen Verwaltungsgebäude plant die Stadt einen kleinen Erholungspark.
Visualisierung Stadt Bülach

Das Baugespann neben der Bülacher Stadthalle zeigt es: Es tut sich was in Sachen Zentrales Verwaltungsgebäude (ZVG). «Das Baugesuch ist seit ein paar Tagen eingereicht. Das ist ein Meilenstein. Nun hoffen wir, innerhalb der zeitlichen Zielvorgabe mit dem Bau beginnen zu können», sagte Stadtrat Hanspeter Lienhart (SP) am Mittwoch an einer öffentlichen Informationsveranstaltung. «Das bedingt allerdings, dass wir von Rekursen verschont bleiben.»

Der Ressortvorstand Planung und Bau zeigte auf, was sich seit dem Ja des Volkes zum ZVG am 24. September 2017 hinter den Kulissen getan hat. Herausfordernd sei besonders die Einbettung des 28- Millionen-Franken-Projekts in die Umgebung gewesen. Diese so genannten Schnittstellenprojekte betreffen Stadthalle, Fernwärmezentrale, Kindergarten, Sechtbach und Bushaltestelle.

Park als Erholungszone

Viele Fragen hätten in den vergangenen Monaten geklärt werden können, sagt Lienhart. Ausserdem hat die Stadt Bülach eine Stromverbrauchsgenossenschaft mit der Stadthalle beschlossen. Diese erlaubt es ihr, Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Stadthalle zu beziehen: «Dafür müssen wir 50 000 Franken investieren, aber das lohnt sich sicher.»

Einen grossen Schritt weitergekommen sei man auch bei der Umgebungsgestaltung. Zwischen Sechtbachbrücke und Allmendstrasse, dort wo heute die Schwimmbadstrasse verläuft, werden ein grosser Vorplatz und ein kleiner öffentlicher Park entstehen. «Der Platz soll nicht primär ein Ort für Veranstaltungen sein, sondern der Erholung dienen. Und er wird sicher schöner als heute», beruhigte Lienhart eine Anrainerin, die Mehrlärm befürchtet.

Ein Anwohner der Fliederstrasse hatte Bedenken, dass die Erschütterungen während der Bauarbeiten in seiner Liegenschaften zu Rissen führen könnten. «Das haben wir schon beim Bau des Alterszentrum Grampen erleben müssen.» Zwar seien beim Bau des ZVG keine grossen Erschütterungen zu befürchten, sagte Andrea Schmidhauser vom verantwortlichen Totalunternehmer Implenia: «Aber wir werden in der unmittelbaren Nachbarschaft Rissprotokolle erstellen.»

Was mit der Sechtbachbrücke geschehe, wollte ein anderer Anwohner wissen. «Der Sechtbach muss längerfristig neu ausgestaltet werden, weil im Falle eines Jahrhundert-Hochwassers Probleme entstehen könnten», erklärte Beat Gmünder, Leiter Liegenschaften der Stadt Bülach. «Weil dies unmittelbare Auswirkungen auf die Aussengestaltung des ZVG hat, machen wir uns heute schon intensive Gedanken zu Bach und Brücke.» Spruchreif seien diese allerdings noch nicht, so Gmünder.

Plan und Kosten im Griff

«Das Projekt ZVG ist im Fahrplan und wir haben die Kosten im Griff», fasste Stadtrat Lienhart zusammen. Nun beginne die Ausführungsplanung. «Die Baubewilligung könnte ein Weihnachtsgeschenk werden.» Falls anschliessend alles wunschgemäss läuft, kann im Mai 2019 mit dem Bau begonnen werden. Der Bezug des auf 190 Arbeitsplätze ausgelegten Gebäudes ist auf Ende 2020 vorgesehen.

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