Bülach

Das Gewerbe setzte auf den Kürbis

Das Bülacher Kürbisfestival hat sich zum zweiten Mal im Städtchen präsentiert. Das Herbstgemüse wurde von Kindern geschnitzt, vom Chor besungen und von Kunden verspeist.

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Dem Onlinehandel etwas entgegensetzen und das «Städtli» vor dem Aussterben bewahren – so lautete das gemeinsame Ziel von Jeannette Daugaard von Zinniker Uhren Schmuck, Angela Krämer von der Drogerie Krämer und Michaela Di Biase von Mode Huber. Am Freitag und Samstag hat das Trio zum zweiten Mal das Bülacher Kürbisfestival organisiert. 25 Geschäfte zwischen Herti-Quartier, Altstadt und Kasernen- bis Poststrasse hatten die Damen für die Mitwirkung an ihrem Anlass gewonnen – «weniger als beim ersten Mal», bedauerte Daugaard, die den Saison­anlass gern als Herbstfest grösser aufgezogen hätte. «Wir wollten jedoch den Aufwand gering halten, aus Rücksicht auf kleinere Läden mit wenig Personal.»

Risotto, Bier und Schnitzereien

Ein Kistchen mit Zierkürbissen aus Eschenmosen vor dem Eingang signalisierte die Teilnahme am Festival, die weitere Umsetzung erfolgte in Eigenregie. Etliche Gewerbetreibende dekorierten die Schaufenster und kredenzten ihren Kunden das Herbstgemüse in Variationen – als Suppe, Risotto oder Kuchen. Kürbisbier schenkte das Team der Bülacher St.-Laurentius-Brauerei in seiner Bar im Urnenlokal aus. Andere nutzten den Anlass für Gewinnspiele oder eine Rabattaktion. «Wie viele Kunden extra deswegen hierhergekommen sind, ist schwer zu sagen», räumte Mike Ghilardi von Wave-Rock ein. «Doch finde ich es gut, gemeinsam etwas zu tun.»

Der Schnitzwettbewerb an drei Standorten war auch bei der zweiten Auflage des Festvals die grösste Attraktion. 200 Kürbisse vom Rafzerfeld warteten darauf, von Kinderhand verziert zu werden. Ob fröhlich, grimmig oder gruselig – erlaubt war, was gefällt. So machte sich die fünfjährige Anja Hediger ebenso geschickt wie bestimmt mit dem Messer daran, ihrem Kürbis ein schiefes Lächeln zu verleihen. «Wir haben letztes Jahr schon daheim geschnitzt», erklärte sie ihre Routine, während Zwillingsschwester Jana ihr Exemplar mit einer stattlichen Zahnlücke versah – Mutter Nadja Hediger musste lediglich etwas Hilfestellung leisten. Ob es für eine Prämierung reichte – die Gewinner erhielten eine Kinderuhr –, war für die Mädchen Nebensache: «Unsere beiden schenken wir der Grosi.»

Maggie Widmer aus Kaiserstuhl hingegen behielt das Messer in der Hand und bekam von Söhnchen Gabriel (4) Anleitung fürdie gewünschte Kürbisgrimasse. «Ich habe das noch nie gemacht, es ist aber lässig», stellte die Aargauerin fest. Begleitet wurden die Schnitzer von drei halbstündigen Auftritten des Bülacher St.-Laurentius-Chors. Unter der Leitung von Hanny Seegenschmidt Hug boten die jungen Sänger zur Jahreszeit passende Lieder und brachten das eigens für den Anlass komponierte «Unterländer Chürbis-Lied» zur Uraufführung.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.10.2017, 18:21 Uhr

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