Bülach

Jugendparlament ist nicht die erste Wahl

Der Stadtrat möchte statt eines Jugendparlaments zuerst die Möglichkeit des Jugendvorstosses schaffen.

Tagung des kantonalen Jugendparlaments im Ratsgebäude der Stadt Zürich.

Tagung des kantonalen Jugendparlaments im Ratsgebäude der Stadt Zürich. Bild: Patrick Gutenberg

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Wenn in Bülach ein Jugendparlament entstehen soll, dann müssen die Jugendlichen selber die Initiative ergreifen. So lässt sich die stadträtliche Antwort auf ein Postulat von Damaris Hohler (Grüne) zusammenfassen. Mit 16 Mitunterzeichnenden hat sie den Bülacher Stadtrat gebeten, die Gründung eines Jugendparlaments zu prüfen.

Derzeit gibt es landesweit rund 80 Jugendparlamente, davon 19 kantonale. In diesen sind insgesamt über 1500 Jugendliche aktiv. Das Jugendparlament des Kantons führt zweimal im Jahr eine Jugendparlamentssitzung durch. Alle Jugendlichen zwischen 12 und 21 Jahren mit Wohnsitz im Kanton Zürich sind berechtigt, Mitglied des Jugendparlaments zu werden. Auch das Gemeindegesetz des Kantons Zürich sieht die Einführung von Kinder- und Jugendparlamenten ausdrücklich vor.

Der Bülacher Stadtrat hat in seiner Antwort auf das Postulat von Damaris Hohler Erkenntnisse und Erfahrungen aus anderen Gemeinden zusammengetragen, so unter anderem aus Regensdorf, Wohlen, Rüti, Uster und Wetzikon. Er kommt zum Schluss, dass sogenannt niederschwellige Angebote zur politischen Teilnahme Jugendlicher die besten Chancen haben, von diesen auch genutzt zu werden.

Nach dem Vorbild von Uster

Ein sinnvolles Angebot ist gemäss Bülacher Stadtrat der Jugendvorstoss. Er sei bereit, einen solchen einzuführen, schreibt er. Dabei orientiert sich Bülach an der Stadt Uster. Dort können mindestens 20 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren einen Jugendvorstoss in Form eines Postulats mit Antrag und Begründung einreichen. Der Vorstoss muss im Rahmen einer Versammlung beschlossen worden sein. Der Gemeinderat von Uster hat am 23. Januar 2017 die Einführung beschlossen. Die Stimmberechtigten haben dieser Vorlage am 19. Mai 2019 zugestimmt.

Auch in Bülach könne durch einen Jugendvorstoss ein Angebot geschaffen werden, das sich lohne, schreibt der Stadtrat: «Auf der Basis des Jugendvorstosses kann bei genügendem Interesse und Engagement seitens der Jugendlichen zu einem späteren Zeitpunkt ein Jugendparlament entstehen.» Damit ein solches Parlament gelinge und langfristig bestehe, müsse der Anstoss von den Jugendlichen selbst kommen, hält der Stadtrat fest.

Erstellt: 10.10.2019, 16:25 Uhr

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