Eglisau

Der Samichlaus besuchte Tössriederen

Das weihnachtlich geschmückte Tössriederen empfing am Samstagabend einen wichtigen Gast: Der Samichlaus kam zu Besuch. Selbstverständlich kam er nicht allein, sondern in Begleitung seines Schmutzlis und zahlreichen Fackelträgern.

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Am Dorfeingang von Tössriederen sind im Schein der brennenden Fackeln rund 400 aufmerksame Gesichter zu erkennen. Sie alle warten gespannt auf den Samichlaus und seinen Helfer, den Schmutzli. Von der Ferne erklingen sechs Glockenschläge und siehe da: Vom Wald her sind kleine Lichter zu erspähen, die beim Näherkommen zunehmend grösser und grösser werden.

Zahlreiche Laternen- und Fackelträger, dicht gefolgt von drei Ponys und selbstverständlich dem Samichlaus und seinem Schmutzli, ziehen in das kleine Dörfchen ein. Die Kinder bestaunen den Mann mit dem roten Mantel und dem langen Bart und folgen ihm in das adventlich geschmückte Tössriederen.

Ein Vers für den Samichlaus

Der Einzug endet in der Dorfmitte vor dem grossen Tannenbaum, wo sich alle Kinder und Erwachsenen um den Samichlaus herum versammelt haben. Nachdem der Chlaus einige Worte zur Tradition des Einzuges spricht, bittet er nun jene Kinder nach vorne zu treten, die ein Gedicht vortragen wollten. Im Gegenzug erhalten sie ein prall gefülltes Weihnachtssäckchen mit Nüssen, Mandarinen und Süssigkeiten.

Zu den Mutigen gehört auch der vierjährige Mihajlo aus Eglisau, der sich mit seinem Vers «Samichlaus du liebe Maa, dörf ich bitte au es Päckli haa» ein Chlaussäckchen ergattert. Dieses erhalten am Schluss aber auch alle anderen Kinder, die keine Gelegenheit hatten, ihren Spruch aufzusagen.

Eine Tradition seit 22 Jahren

Nach dem Einzug gibt es für die Besucher Glühwein, Punsch, Würste vom Grill und andere Leckereien, um sich in der Kälte aufzuwärmen. Der Brauch lockte nicht nur Einheimische an, sondern auch Familien von der weiteren Umgebung. Der zwölfjährige Joel ist dieses Jahr zum ersten Mal Fackelträger. «Eine Fackel zu tragen hat mir sehr Spass gemacht und ich war stolz, mit vielen anderen Licht in die Dunkelheit zu bringen», sagt er.

Organisiert wurde der diesjährige Chlauseinzug vom Tössriederer Pascal Siegenthaler. Dank Spenden und der Hilfe des Dörflivereins konnte der Abend finanziert werden. «Ohne die vielen freiwilligen Helfer würde der Samichlauseinzug nicht funktionieren. Die ganze Arbeit zahlt sich aber aus, wenn man so viele strahlende Kindergesichter sieht. Daher sind wir schon wieder motiviert fürs nächste Jahr», sagt Siegenthaler.

Auch der Samichlaus Dani Gmür aus Eglisau genoss den Abend: «Der Chlauseinzug in Tössriederen ist schön, weil er familiär ist und die ursprüngliche Geschichte des Samichlauses zum Leben erweckt.» Sein Schmutzli, Marcel Sacca aus Adliswil, stimmt zu und ergänzt: «Als Vater weiss ich, wieviel Freude man den Kindern beschert. Deshalb helfe ich gerne bei so einer schönen Tradition mit. Jetzt fehlt nur noch der Schnee.»

Erstellt: 01.12.2019, 15:57 Uhr

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