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Der stinkende Jumbolino

Im Oktober 2016 war im Cockpit eines Swiss- Jumbolinos (HB-IYR) mehrfach Ölgeruch festgestellt worden. Am Ende wechselte man das Triebwerk 2 aus.

Weil die Jumbo­linos in den Folgemonaten ohne­hin ausgemustert wurden, führte man am Triebwerk selber keine tiefergehenden Untersuchungen mehr durch.
Weil die Jumbo­linos in den Folgemonaten ohne­hin ausgemustert wurden, führte man am Triebwerk selber keine tiefergehenden Untersuchungen mehr durch.
Keystone

Wie alte Socken habe es gerochen – so zumindest vermerkten dies im Bordbuch zwei Besatzungen, welche am 1. und am 21. Oktober 2016 mit einer Avro RJ100 der Swiss (HB-IYR) auf dem Europanetz unterwegs waren. Am 24. Oktober kam es auf einem Linienflug von Birmingham nach Zürich im Cock­pit derselben ­Maschine zur Entwicklung eines derart markanten Ölgeruchs, dass die Piloten sich im Landeanflug gezwungen sahen, vorsorg­lich die Sauerstoffmasken aufzu­setzen und eine Dringlichkeitsmeldung abzuset­zen.

So steht es im summarischen Bericht zu dem Vorfall, den die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) des Bundes in Bern jüngst vorgelegt hat. In diesem wird ausgeführt, dass der Geruch jeweils dann aufgetreten ist, wenn die Piloten die Quelle für die Luft der Klimatisierung von APU Bleed (Hilfsstromaggregat) auf Engine Bleed (Triebwerk) umge­schaltet hatten. Bereits nach den ersten beiden Befunden wurde die Maschine diversen Kontrol­len unterzogen, die jedoch keine genaueren Erkenntnisse brachten.

Ursache bleibt unbekannt

Der Bericht schliesst mit der Erkennt­nis, dass die genaue Ursache für die Geruchsentwicklung im Cockpit bis zuletzt «nicht mit Sicherheit» habe ermittelt werden können. Weil aber klar war, dass die Vorkommnisse im Zusammenhang mit Triebwerk Nummer 2 stehen mussten, liess Swiss dieses am Ende auswechseln – und wei­tere Vorfälle blieben aus. Weil die Jumbo­linos in den Folgemonaten ohne­hin ausgemustert wurden, führte man am Triebwerk selber keine tiefergehenden Untersuchungen mehr durch.

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