Kloten

Der Swing fibrierte in der Luft

Die Big Band der Swiss lud zur musikalischen Retrospektive in die Swing-Ära. Musikalisch glänzten mit der Band eine Sängerin und ein Hammond-Organist.

Die Swiss Band zelebrierte in Kloten den Swing, gesanglich unterstützt durch Brandy Butler.

Die Swiss Band zelebrierte in Kloten den Swing, gesanglich unterstützt durch Brandy Butler. Bild: Paco Carrascosa

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Mit dem Motto «Swing & more» gastierte die Swiss Band im fünften Jahr in Folge im Klotener Stadtsaal Schluefweg. Die Ära des Swing im Big Band Stil lebte während des Matinees richtig auf. Zu den Auftritten der 50-köpfigen Swiss Band unter der Leitung von Matt Stämpfli gehören traditionell auch immer hochkarätige Gäste.

Dieses Mal verzauberte die amerikanische Sängerin Brandy Butler mit ihrer Stimme das Publikum, der Organist Raphael Wressnig, zeigte eindrücklich seine Fähigkeiten an der Hammond-Orgel. Die 220 anwesenden Fans des Swing bedankten sich am Schluss mit einer Standing Ovation. Matt Stämpfli sieht die Matinees als Erweiterung zu dem breiten Musikspektrum, das die Band an der jährlichen «In Concert»-Reihe in Bülach bietet, darunter Rock, Pop, Soul – und eben Swing. «Ein Teil unseres Publikums bevorzugt die Swing-Musik. So beschlossen wir, uns in diesem Bereich zu spezialisieren. Literatur dazu gibt es ja genug. Und die Band spielt es sehr gern.»

Samtstimme – funkige Orgel

Die gute Laune war zu spüren. Fast jedes Stück wurde von selbstbewussten Soli der Band-Mitglieder geschmückt, bei Liedern wie «Things Ain’t What They Used to Be», «Flute Salad», «Through The Looking Glass» oder «Marguarite» glänzte die Band ohne Spezial-Guests.

Der exotisch angehauchte Klassiker «Caravan» brachte wieder Brandy Butler auf die Bühne, nachdem sie bereits mit «Hard Hearted Hanna» und «You Are With Me» gezeigt hat, was ihre Stimme kann. Die studierte Jazz-Musikerin lebt seit Jahren in der Schweiz und dürfte einem breiteren Publikum auch aus «The Voice of Switzerland» bekannt sein.

Der Österreicher Raphael Wressnig liess die Hammond-Orgel, eine elektromechanische Orgel für Jazz-Musik, benannt nach seinem Erfinder, richtig zur Geltung kommen. Wann immer er sich zur Band gesellte, gab es einen Abstecher in den Funk: «A-Level», «Boom Bello», «Slivovitz for Joe» oder «Speeding». «In der Musik heisst es ja, dass weniger mehr ist, aber manchmal gilt, eben, mehr ist mehr», zeigte sich Wressnig, der zum ersten Mal in der Schweiz gastierte, begeistert über die Swiss Band. «Every Day I Have The Blues» versammelte zum Schluss alle Musiker gemeinsam auf der Bühne.

Abschied nach 40 Jahren

Der Auftritt bedeute den Abschied von drei Swiss Band Musikern, darunter Trompeter Peter Oertli aus Embrach und Kurt Keller aus Opfikon. Beide waren über 40 Jahre dabei. Zu ihren Anfangszeiten hiess die Swiss Band natürlich noch Swissair Band – die Mitglieder waren Mitarbeiter der Airline. «Die Musik wurde immer moderner, es kamen auch modernere Instrumente wie das Keyboard und der E-Bass dazu. Und es wurde schwieriger», erzählte Peter Oertli. Kurt Keller blickt ebenfalls mit Freude auf Jahrzehnte mit der Band. «Ich habe musikalisch sehr profitiert, es war eine Genugtuung. Die Band hat einen «Spirit». Da es von Beginn weg kein gewöhnlicher Musikverein war, gab es von Anfang an eine Geschichte. Das ist das Faszinierende, man ist mit Begeisterung dabei.»

Auch viele Fans stammen noch aus der Swissair Zeit, wie Beat und Christine Lauener aus Bülach. «Ich habe mit ein paar von den Mitgliedern dazumal gearbeitet», sagte er, «da hat man noch einen anderen Bezug zur Band.» Beide seien von der musikalischen Entwicklung der Band, ihrem hohen Niveau und dem Talent des Bandleaders fasziniert. «So swingig und lebendig wie heute haben wir sie noch nie gehört.»

Erstellt: 11.03.2019, 14:56 Uhr

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