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Der Wald vor der Haustüre ist jetzt begehbar

In nur zwei Monaten verwandelte sich der Wald im Richtiquartier in einen Park mit Rundweg und Sitz-plätzen. Das Freiraumkonzept erreicht ein nächstes Etappenziel.

Runa (5) vom Richtiareal hat im neu begehbaren Wald einen Buchstaben von der Schatzsuche gefunden.
Runa (5) vom Richtiareal hat im neu begehbaren Wald einen Buchstaben von der Schatzsuche gefunden.
Sibylle Meier

Mit dem neu gestalteten Richti-wald kommen die Anwohner und Anwohnerinnen des Richtiquartiers und die Angestellten der angrenzenden Firmen in den Genuss eines eigenen Parks, der mit einem chaussierten Rundweg, Trampelpfad und Sitzgelegenheiten zum Besuchen und Verweilen einlädt. Der zuvor unpassierbare dichte Wald wurde aus seinem Dornröschenschlaf geweckt.

Suchen und finden

Am Eröffnungsfest vom Samstag hiess der Quartierverein Richti die neugierige Besucherschar an einem mit bunten Ballonen verzierten Stand willkommen. Dort gab es hausgemachten Kuchen und Getränke für jeden Wunsch. Präsident Patrick Nasciuti zeigte sich begeistert: «Endlich haben wir unseren eigenen Wald!» Zusammen mit seiner Stellvertreterin Marialuisa Valentino sorgten sie mit peppiger Musik für gute Stimmung und erklärten den Kindern die Spielregeln für die «Buchstabensuche».

Für jeden gefundenen Buchstaben, der «tief im Wald» versteckt lag, gab es eine kleine Belohnung. Es galt einen der insgesamt neun versteckten Buchstaben zu finden und zu retournieren. Die ganz cleveren Kinder versuchten dabei gleich mehrere Buchstaben einzusammeln und abzugeben, was für einigen Klamauk, aber auch für zahlreiches Gelächter sorgte. Zum Glück gab es geduldige Organisatoren und genügend Belohnungen, sodass die Schnitzeljagd ohne grössere Pannen über die Bühne ging.

Plus an Lebensqualität

Die Expat-Familie Van der Zee erkundigte den Rundweg etwas gemächlicher. Ihre 15-monatige Tochter Eva begnügte sich einstweilen mit dem Erklimmen eines Stuhles, geformt aus einem Baumstamm. Für Vater Edwin, der in einem schwedischen einrichtungshaus arbeitet, bedeutet ein Wald vor der eigenen Haustüre ein grosses Plus an Lebensqualität, derweil Mutter Sylvia vom satten Grün schwärmte. Tatsächlich liess es Petrus am Morgen des Anlasses nochmals regnen, sodass das Blätterdach in seinen vielen grünlichen Fazetten leuchtete.

Was früher ein dichter Wald war, der öfter für illegales Deponieren missbraucht wurde, präsentiert sich jetzt als lichtdurchfluteter einladender Park. Es gibt neu vier Zugänge mit drei Sitzplätzen sowie mehrere «Waldliegestühle». Dank des 1,5 Meter breiten und chaussierten Rundweges ist der Weg auch mit eleganten Schuhen gut begehbar. Wer es etwas abenteuerlicher mag, kann den Trampelpfad wählen und sich der Tier- und Pflanzenwelt des Mischwaldes widmen.

Zufriedener Gemeinderat

«Mit dem Freiraumkonzept Wallisellen haben wir heute mit der Eröffnung des Richtiwaldes ein weiteres Etappenziel erreicht mit einem Ausgabenposten von rund 130 000 Franken», erzählte Gemeinderat Jürg Niederhauser. «Ab sofort kann zum Beispiel ein Angestellter einer der zahlreichen angrenzenden Grossfirmen seinen Lunch im Wald geniessen oder die Mutter aus dem Richtiquartier die Spielstunde inmitten von Bäumen gestalten», fügte er hinzu.

Als Vorsteher des Ressorts Tiefbau und Landschaft freue er sich bereits jetzt auf das nächste Ziel, den um einiges grösseren Grindelwald aufzuwerten, um den erwarteten Neuzuzügern genügend Naherholungsgebiete anbieten zu können.

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