Bülach

Die ältere Generation fordert mehr Tempo

Die Ausarbeitung des Alterskonzepts dauert der IG Alter zu lange. Auch beim Grampen soll es vorwärtsgehen.

Bei der Planung in Sachen Erweiterung des Alterszentrums Grampen – hier Bewohnerinnen anlässlich eines Sponsorenlaufs – wünscht sich die IG ein höheres Tempo.

Bei der Planung in Sachen Erweiterung des Alterszentrums Grampen – hier Bewohnerinnen anlässlich eines Sponsorenlaufs – wünscht sich die IG ein höheres Tempo. Bild: Archiv ZU

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Die Forderungen der Interessengemeinschaft Alter sind unmissverständlich. Der Bülacher Stadtrat soll dringend ein neues Alterskonzept vorlegen und gleichzeitig bei der Erweiterung des Alterszentrums Grampen vorwärts machen.

Um diesen Wünschen Nachdruck zu verleihen, hat die Interessengemeinschaft diese Woche an ihrer Versammlung die Resolution «Für eine zukunftsweisende Alterspolitik der Stadt Bülach» verabschiedet.

Frist bis Ende 2020

Die gut 50 an der Versammlung anwesenden Mitglieder seien sich einig gewesen, dass es in dieser Sache Druck brauche, sagt IG-Präsident Peter Fehrlin: «Es muss endlich vorwärts gehen.»

In ihrer Resolution hält die IG zwar fest, dass sie die gute Zusammenarbeit mit den Behörden der Stadt schätzt. Sie kritisiert jedoch: «Es ist nachteilig, wenn die Erneuerung des Alterskonzepts laufend hinausgeschoben wird, weil an sich begrüssenswerte Ideen zur Regionalisierung der Alterspolitik nicht oder nur sehr langsam umgesetzt werden können.»

«Inhaltlich kann ich voll hinter der Resolution stehen und auch die zeitlichen Vorgaben sind machbar.»Rudolf Menzi, Stadtrat Bülach (parteilos)

Ein Alterskonzept ist für die IG deshalb besonders wichtig, weil es Massnahmen enthalten soll, die es älteren Menschen ermöglichen, so lange wie gewünscht in den eigenen vier Wänden zu leben, um möglichst spät in eine Pflegeeinrichtung zu wechseln. «Eigentlich müsste das Konzept so schnell wie möglich vorliegen», sagt Fehrlin. Damit es sorgfältig erarbeitet werden kann, erachtet die IG jedoch eine Frist bis Ende 2020 für sinnvoll.

Sofort weiter beim Grampen

Auch bei der Planung in Sachen Erweiterung Grampen wünscht sich die IG ein höheres Tempo. Im April dieses Jahres sistierte die Stadt das geplante Projekt «Grampen 2-14», welches unter anderem den Bau von neuen Pflegeplätzen vorsah. Das sei richtig gewesen, so die Meinung der IG. Doch sie fordert nun, dass die Planung des Alternativprojekts «Grampen 2-18» mit Alterswohnungen von der Stadt und der Stiftung Alterszentrum Region Bülach unverzüglich gestartet wird.

Empfänger der Resolution ist Stadtrat Rudolf Menz (parteilos). Bei ihm rennt die IG offene Türen ein. «Inhaltlich kann ich voll hinter der Resolution stehen und auch die zeitlichen Vorgaben sind machbar», sagt der Vorsteher Gesundheit und Soziales. «Ich selber bremse nicht», sagt Menzi. Aber der politische Prozess erfordere eben manchmal viel Geduld. Besonders wenn gemeindeübergreifend zusammengearbeitet werden müsse. Beim Grampen habe die Sistierung des ursprünglichen Projekts viel Zeit gekostet. «Es ist gut, wenn die IG Druck macht, aber es lässt sich eben nichts erzwingen», sagt Stadtrat Menzi.

Erstellt: 27.06.2019, 17:07 Uhr

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Interessengemeinschaft Alter

Die IG Alter wurde im Jahr 2000 unter dem Namen «Verein pro Alterszentrum Bülach» gegründet, um die Errichtung eines Alterszentrums durch die Stiftung Alterszentrum Bülach zu unterstützen. Heute zählt sie rund 210 Mitglieder. Die IG vertritt die Interessen der regionalen Bevölkerung in Altersfragen und vermittelt Informationen zum Leben im Alter. Ausserdem leistet sie regelmässig Beiträge an Institutionen im Altersbereich.

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