Wallisellen

Die Fasnacht wird zur Zirkusmanege

Am Sonntag fand unter dem Motto «Zirkus» die Kinderfasnacht in Wallisellen statt. Hunderte strömten zum Gemeindehaus, von wo aus der Umzug startete.

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Das Wetter meinte es gut mit der Kinderfasnacht. Bei strahlendem Sonnenschein setzte sich die Fasnachtsgesellschaft in Bewegung und zog durch die Strassen von Wallisellen, während sie musikalisch von der Guggenmusik Notentschalper Wallisellen und der Babylochgugge Rorbas-Freienstein, die in gemeinsamer Formation mit den Dieli-Fägern auftrat, begleitet wurde. In der bunten Menge gab es nichts, was es nicht gab: Mal bahnte sich eine Minecraft-Figur einen Weg durch die fünfhundertköpfige Menschenmasse oder ein blauer Polizeiwagen tauchte plötzlich auf, ein anderes Mal rannte zwei junge Kunstturnerinnen mit ihren Ringen fröhlich neben dem Umzug her.

«Uns ist aufgefallen, dass die Qualität der Kostüme mit jedem Jahr steigt», meinte Sybille Tebaldi vom sechsköpfigen OK. «Das ist sehr erfreulich.» Die Kinderfasnacht, die nun bereits zum dritten Mal in Folge seit einer Pause im Jahr 2014 stattfand, lief unter dem Motto «Zirkus.» «Wir wollten ein Thema, das einen möglichst grossen Wiedererkennungswert bei den Kindern hat.»

Kostüme mit viel Herzblut

So lauteten die letzten beiden Mottos «Unterwasser» und «Über den Wolken». Der Einsatz der Kinder soll auch belohnt werden. So findet zum Beispiel ein Kostümwettbewerb statt. «Die Verkleidung muss mit viel Herzblut selbstgemacht sein und man soll erkennen können, dass auch das Kind mitgeholfen hat», nannte Tebaldi die Voraussetzungen, um den Wettbewerb zu gewinnen. «Natürlich muss es auch zum Motto passen.»

Wer bei der Preisverleihung trotzdem leer ausging, hatte aber keinen Grund, weniger begeistert zu sein. Neben dem Auftritt von Clown Nuny gab es eine Fotobox und einen Stand, an dem man sich schminken lassen konnte.

Von Popcorn bis Konfetti

«Wir sind bereits zum dritten Mal dabei», erzählte Claudio Casutt, der zusammen mit seinen beiden Söhnen Philip und Andrin als Teil einer siebenköpfigen Popcorn-Gruppe unterwegs war. «Das passt gut zum Zirkus«, fuhr er fort. «Wir wollten als etwas gehen, dass es sonst wahrscheinlich an diesem Umzug nicht gibt.» Dem siebenjährigen Philip hatte es jedoch nicht das Kostüm am meisten angetan. «Mir gefällt das Konfetti», sagte er und deutete bekräftigend auf den Sack mit den bunten Papierschnipseln.

«Es wäre natürlich auch schön, wenn man den Umzug noch weiter ausbauen könnte», meinte Sybille Tebaldi abschliessend. Alles in allem sei sie jedoch absolut zufrieden mit dem Ergebnis.

Erstellt: 06.03.2017, 17:12 Uhr

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