Eglisau

Die Karibik erklingt am Rheinufer

Vier Steelbands zauberten karibische Klänge ans Eglisauer Rheinufer. Dass der Anlass überhaupt stattfinden würde, entschied Christoph Hagedorn, der Organisator der Filmtage sehr kurzfristig. Er hatte Wetterglück.

Die Bands Pina Coada und Panvino aus Oberglatt traten zum esten Mal zusammen auf. Sie gehörten zu den vier Steelbands, die ein Stück Karibik an das Rheinufer in Eglisau zauberten.

Die Bands Pina Coada und Panvino aus Oberglatt traten zum esten Mal zusammen auf. Sie gehörten zu den vier Steelbands, die ein Stück Karibik an das Rheinufer in Eglisau zauberten. Bild: Jasminka Huber

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Während sich die Badegäste den Rhein hinrunter treiben liessen, füllte sich der Eglisauer Chileplatz nach und nach mit Publikum. Die siebenköpfige Band Soca on Steel aus Zürich, läutete den musikalischen Abend mit karibischen Rhythmen ein. Währendem sich die Zuhörer angeregt unterhielten, wippten sie gleichzeitig im Rhythmus der Klänge der Pans, so nennen die Profis die Steel Drums, die Stahltrommeln.

Dass der musikalische Anlass überhaupt durchgeführt wurde, entschied der Organisator der Eglisauer Filmtage, Christoph Hagedorn erst am letzten Sonntag. «Für die Filmtage bauen wir bereits am Donnerstag die ganze Infrastruktur auf», erklärte Hagedorn. «Es wäre schade diese nicht zu nutzen, daher laden wir seit einigen Jahren diverse Musikbands ein. Dies aber nur bei schönem Wetter.» Die Idee für die Bandauswahl kam dieses Jahr von Vreni und Walter Saladin aus Eglisau, die selber jahrelang in einer Steelband mitgespielt haben. «Die Gruppen, die heute Abend spielen, wie zum Beispiel Extempo aus Winterthur, gehören zu den Besten der Schweizer Szene», betonte Walter Saladin.

Eine Premiere gäbe es auch. Die Bands Panvino und Pina Colada, die ihr Übungslokal in Oberglatt haben, würden zum ersten Mal öffentlich miteinander spielen.

Auch Stahlpfannen müssen gestimmt werden

Zu einer Steelband gehören neben den Pans auch Perkussionsinstrumente, wie Schlagzeug, Conga – eine Fasstrommel – oder Kleinperkussionsinstrumente. Im Zentrum stehen aber die Steel Pans, die Stahlpfannen, welche aus einem Feinblech hergestellt werden. In diesen runden Metall-Resonanzkörper werden verschiedene Tonflächen getrieben (so nennt sich ein Arbeitsprozess beim Formen von Metallen). Dies ergibt die verschiedenen Klangflächen auf den Pans, welche regelmässig – der Laie staune – mit einem Metallhammer gestimmt werden müssen.

Steeldrums sind wärme- und kälteempfindlich, werden aber auch durchs Spielen verstimmt. Gespielt wird mit Holz- oder Metallschlägeln sogenannten Sticks, welche vorne mit einer Gummikugel versehen sind.

So kam das Publikum – es waren zeitweise bis zu 150 Personen – in den Genuss nicht nur von karibischen Rhythmen, sondern auch von Unterhaltungsmusik und Pop sowie von lateinamerikanischen Rhythmen. Die rund 50 Musikerinnen und Musiker der vier Bands beschwörten an diesem warmen Sommerabend, eine karibische Meeresbrise herbei und sorgten beim Publikum für eine entspannte und fröhliche Stimmung, so dass sogar getanzt wurde. Nach drei Zugaben der Band Extempo genossen die Anwesenden bis in die Nacht hinein die entspannte Atmosphäre am Rheinufer des Eglisauer Städtchens.

Erstellt: 20.07.2018, 14:51 Uhr

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