Bassersdorf

Die Narren sind in den Startlöchern

In einer Woche ist der närrische Königsanlass des Zürcher Unterlands in vollem Gang. Das müssen Sie zur Bassersdorfer Fasnacht wissen.

Bald beginnt sie wieder, die wohl grösste Fasnacht des Kantons.

Bald beginnt sie wieder, die wohl grösste Fasnacht des Kantons. Bild: Archiv ZU

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Sie soll schon im Jahr 1420 erstmals erwähnt worden sein, die Bassersdorfer Fasnacht, und es soll eine der schönsten und grössten sein weit und breit. Solche Behauptungen vernimmt man jedenfalls immer wieder und unermüdlich aus den indigenen Narrenkreisen. Das Problem ist nur, dass man die Aussagen dieser vom Schabernack-Virus Infizierten mit Vorsicht geniessen muss.

Den Beweis dafür liefern die aus dem Geheimen operierenden Autoren und Autorinnen des Pamphlets «De Schwarz», die wohl nicht allzu weit entfernt von der Mutterzelle Fakoba (Fasnachtskomitee Bassersdorf) zu suchen sein dürften. In der jährlich erscheinenden Vorfasnachtspostille wird kolportiert, fabuliert, spekuliert, desavouiert und ramponiert, dass es der Dorfprominenz nur so graut. Und Bassersdorf ist voll von Dorfprominenz.

Tolles Fasnachtstreiben

«De Schwarz», dessen Name vom örtlichen Schüblig stammt (es soll sich um eine Wurst handeln), sei ein wichtiger Bestandteil der Bassersdorfer Fasnacht, ist auf einer der diversen, mit dem Bassersdorfer Narrentreiben verbundenen Websites zu lesen. Denn das spöttische Schmähblatt enthalte jeweils auch das Programm der gut vier Tage langen Fasnacht. Wenigstens das wollen wir nun einmal glauben.

Für die Zeit zwischen dem Schmutzige Dunnschtig und dem Gigelizyschtig stellen sich die Organisatoren der Bassersdorfer Fasnacht gar nicht so blöd an, und sorgen jeweils tatsächlich für einen beeindruckenden Ereignisreigen.

Dieses fängt mit der Eröffnung an, die am Abend des Donnerstags, 28. Februar, erfolgt und an welcher die dörfliche Obrigkeit den kapitulierenden Kniefall vor der Narrenschaft leistet und ihr die Herrschaft über das Dorf am Altbach für die kommenden Tage in die Hände legt (die Gemeindeverwaltung geht gleich soweit, dass sie am Montag vollends dicht macht).

«Kampfesdurstig» nach Bülach

Der Freitag ist jeweils der Tag des Buebemarschs, der diesmal – nach der Wiedereinführung im Jahr 2006 – wieder einmal zum Bezirkshauptort Bülach führt. Zu Fuss, in alten Klamotten gehüllt und mit schon vor Jahrhunderten ausrangierten Waffensystemen bewehrt, dürften wieder an die 50 bis 60 «kampfesdurstige Männer» und ebensolche Frauen den Weg durch die ach so feindlichen Gebiete antreten. Der Marsch, der nichts für Weicheier sei, führt über Oberembrach und Embrach zum Bezirkshauptort.

Selbstverständlich sind diese Strapazen nur zu bewältigen, wenn a) reichlich flüssiger Proviant auf dem von Pferden gezogenen Lazarettwagen mitgeführt wird; b) unterwegs genügend und gut dotierte Verpflegungskaschemmen bereit stehen und c) für den kleinen Spaziergang mindestens 8 Stunden eingerechnet werden. Teilnehmen können alle Närrinnen und Narren, die sich angemeldet und die vor allem die 50 Taler abgedrückt haben.

Abends, wieder zu Hause im «Kanton Bassersdorf», geht dann der Fakoba-Maskenball und die Party in der Mösli-Halle ab – alles mit Guggen-Auftritten, Maskentreiben, Musik, Tanz, Stimmung und dem üblichen Gejohle. Dieses findet am Samstag seine Fortsetzung. Zudem ereignet sich am Samstag natürlich auch wieder die Strassenfasnacht, die als «ein Highlight» angepriesen wird.

Umzug als Publikumsmagnet

Am Sonntag bereits erhalten Reumütige die Gelegenheit zur Besserung: Im Fakoba-Zelt findet um 11.11 Uhr der Guggen-Gottesdienst mit angelieferter Glocke statt.

Der eigentliche Höhepunkt der Bassersdorfer Fasnacht ist nach wie vor der grosse Umzug, der sich am Sonntag um 14.30 in Bewegung setzt. Mit seinen zahlreichen phantasievoll kreierten Sujetwagen, Guggenmusiken, Brauchstumgruppen und ungezählten Trupps von Einzel- und Gruppenmasken lockt der farbenfrohe Tatzelwurm jeweils weit über 10000 Zuschauerinnen und Zuschauer aus nah und fern an. Und natürlich gibts auch für die Kinder einen Umzug und einen Maskenball, schliesslich soll der Narrennachschub nicht abbrechen.

Am Montagabend findet der Nachtumzug statt. Dabei laufen zahlreiche Maskenträgern über eine kurze Umzugsroute durch den Dorfkern.An diversen Orten präsentieren sich die Gruppen dem Publikum. Um Mitternacht werden die Masken prämiert. Danach geht die Festerei bis tief in die Bassersdorfer Nacht weiter.

Detaillierte Informationen zum Fasnachtsprogramm auf www.fakoba.ch

Erstellt: 25.02.2019, 13:09 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.