Freienstein-Teufen

Die Steuerschulden des Schlossherrn

Der ehemalige Schlossherr von Neu-Teufen ist längst abgereist, die Villa versteigert. Nun wird bekannt, dass der Deutsche noch sechsstellige Steuerschulden beim Kanton und der Gemeinde hat.

Das Schloss Neu-Teufen steht zum Verkauf.

Das Schloss Neu-Teufen steht zum Verkauf. Bild: pd

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Im Herbst 2015 musste der ­deutsche Textilunternehmer und Schlossherr Roland von Sayn-Wittgenstein sein Anwesen verlassen. Er wohnte bis dahin auf dem Neuen Schloss Teufen in den Weinhängen hoch über dem unteren Tösstal. Seine Hausbank, das renommierte Basler Traditionshaus J. Safra Sarasin, setzte ihn vor die Tür und brachte den im neugotischen Stil errichteten Prunkbau im Januar 2016 zur Zwangsversteigerung. Da keine genügend hohen Angebote eingingen, übernahm die Bank die Liegenschaft selbst für 6,2 Millionen Franken. Seither ist die 18-Zimmer-Villa zum Verkauf ausgeschrieben. Noch wartet man auf einen potenten Käufer.

Rentengelder blockiert

Auch die Gemeinde wartet. Aus betreibungsamtlichen Bekanntmachungen des Kantons Basel-Stadt geht hervor, dass der eins­tige Schlossherr allein der Gemeinde Freienstein-Teufen über 90 000 Franken an Steuern für die Jahre 2012–16 schuldet. Gut 20 000 Franken fordert zudem der Kanton Zürich. Um an das Geld zu kommen, haben die Behörden nun eine Sicherstellungsverfügung erwirkt. Sie blockieren damit Rentengelder, die der Deutsche bei der Sammel­kasse der Kantonalbanken angehäuft hat. Basel-Stadt machte diese Publikation öffentlich, weil von Sayn-Wittgenstein sich abgesetzt hat und für das Amt «unbekannten Aufenthalts» ist. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 30.03.2018, 16:51 Uhr

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