Zürich

Die Unterländer sind wahlfaul

Nirgends war das Interesse an den Wahlen so gering wie in Opfikon. Auf der Rangliste der wahlfaulsten Bezirke belegen Bülach und Dielsdorf die Plätze 2 und 3.

Im Kanton Zürich wurde gestern in den verschiedenen Regionen unterschiedlich fleissig gewählt.

Im Kanton Zürich wurde gestern in den verschiedenen Regionen unterschiedlich fleissig gewählt. Bild: Keystone

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Hohe Wahldisziplin im Zürcher Weinland: 68,64 Prozent der 641 Wahlberechtigten von Unterstammheim haben sich an den Nationalratswahlen beteiligt. Am niedrigsten war das Interesse hingegen in Opfikon, hier ging noch nicht einmal ein Drittel der Wahlberechtigten an die Urne.

Neben den Unterstammheimerinnen und Unterstammheimern gaben auch in Oberstammheim überdurchschnittlich viele ihr Stimme ab. Hier lag die Wahlbeteiligung bei 68,07 Prozent. Und mit Truttikon, wo 67,25 Prozent ihre Stimme abgaben, ging auch der dritte Platz an eine Weinländer Gemeinde. Über 60 Prozent lag die Wahlbeteiligung in insgesamt elf Gemeinden.

Am anderen Ende der Rangliste liegt Opfikon. Von den 8370 Wahlberechtigten beteiligten sich lediglich 30,3 Prozent. Deutlich unterdurchschnittlich war die Wahlbeteiligung auch in Schlieren (32,17 Prozent), im Zürcher Kreis 12 (32,37 Prozent) und in Oberglatt (32,62 Prozent).

Fleissige Meilemer

Auf Bezirksebene waren wie vor vier Jahren die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Meilen am «fleissigsten». Hier beteiligten sich durchschnittlich 56,77 Prozent der Wahlberechtigten.

Am geringsten war das Interesse der Wahlberechtigten des Bezirks Dietikon. Hier lag die Wahlbeteiligung bei nur 41,18 Prozent. Der Bezirk Dielsdorf, wo bei den letzten Nationalratswahlen die Wahlbeteiligung am niedrigsten war, lag mit 42,33 Prozent nach Bülach (41,77 Prozent) auf dem drittletzten Platz.

Kantonsweit betrug die Wahlbeteiligung 47,25 Prozent. Richterswil, das als Zürcher «Durchschnittsgemeinde» gilt, gelang mit 47,26 Prozent fast eine Punktlandung. Von den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern beteiligten sich 22,21 Prozent. (far/SDA)

Erstellt: 19.10.2015, 11:41 Uhr

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