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Dietliker rüsten sich auf möglichen Ansturm

Eine neue Notunterkunft für Asylsuchende in Dietlikon kann – falls nötig – gebaut werden. Auf dem Dorfplatz stimmten die Stimmberechtigten diesem wie auch allen übrigen Geschäften der Gemeindeversammlung diskussionslos zu.

Auf dem Dietliker Dorfplatz ?versammelten sich am Montagabend 151 Stimmberechtigte zu einer Gemeindeversammlung unter freiem Himmel.
Auf dem Dietliker Dorfplatz ?versammelten sich am Montagabend 151 Stimmberechtigte zu einer Gemeindeversammlung unter freiem Himmel.
cwü

Einen angenehmen Sommerabend mit politischem Rahmenprogramm erlebten am Montag die 151 Dietliker Stimmberechtigten (3,21 Prozent) auf dem Dorfplatz. «Wir erwarten einen ruhigen Abend», meinte Schulpräsident Marcel Looser (SP) in seiner kurzen Begrüssung nachdem die Präsidentin der Politischen Gemeinde, Edith Zuber (SVP), die Gemeindeversammlung eröffnet hatte. Trotzdem wurden anschliessend gleich vier Stimmenzähler bestimmt. Denn nebst beider Rechnungen von Schule und Politischer Gemeinde standen noch zwei Sachgeschäfte mit Asyl- und Einbürgerungsbezug auf der Traktandenliste. Beim teuersten Geschäft des Abends ging es um einen Objektkredit für 2,1 Millionen Franken, der erst noch auf Vorrat vom Gemeinderat beantragt wurde. Dieser Betrag wäre gemäss Ausführungen des zuständigen Gemeinderates Ewald Benz (FDP) für den Bau einer zweiten Notunterkunft für Asylsuchende vorgesehen. «Falls es eine Entspannung im Asylbereich gibt, würden wir aber natürlich nicht bauen», erklärte der Sicherheitsvorsteher der Gemeinde den Anwesenden. Man wolle im Grunde einfach gerüstet sein, damit man bei Bedarf schnell reagieren könne.

Der fragliche Holzmodulbau in Minergiebauweise und ohne Keller aber mit einer Solaranlage für Warmwasser auf dem Dach, würde direkt neben der schon bestehenden Unterkunft an der Hofwiesenstrasse erstellt. Eine Baubewilligung habe man gar schon eingeholt, diese sei nun drei Jahre gültig. Momentan sind in der Gemeinde Dietlikon gerade genügend Plätze vorhanden, sollte aber der Kanton im Herbst die Aufnahmequote für Asylsuchende erhöhen, wäre der Neubau in wenigen Monaten bezugsbereit. Zwischenzeitlich würde der Theorieraum im Feuerwehrgebäude notfallmässig umfunktioniert.

Vorausschauende, ehrliche Politik wird unterstützt

Die vorausschauende Planung und das für die Bürger gut verständliche Vorgehen leuchteten den Dietlikern ein. Mit nur einer Gegenstimme gaben die Stimmberechtigten grünes Licht für den Kredit. Die Stimmenzähler mussten nicht einmal ran, so deutlich war das Verdikt.

Ziemlich entspannt ging es auch im zweiten Geschäft mit möglichem Diskussionspotenzial zu. Denn ab sofort hat Dietlikon eine eigene Bürgerrechtsverordnung. Diese regelt die Modalitäten, die für eine Einbürgerung in Dietlikon künftig gelten, etwa dass Ausländer ohne spezielle Einbürgerungsansprüche mindestens vier Jahre in der Gemeinde wohnen müssen. Ohne Fragen und heisse Diskussionen stimmten die Dietliker dieser neuen Verordnung einstimmig zu. Noch davor war die Rechnung der Schule sowie der Politischen Gemeinde ebenfalls diskussionslos und einstimmig genehmigt worden.

Die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde weist bei einem Aufwand von rund 54 Millionen Franken ein Minus von 640 000 Franken aus. Und der Jahresabschluss 2015 der Schulgemeinde schloss bei einem Aufwand von rund 18 Millionen Franken mit einem Plus von rund 200 000 Franken.

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