Embrach

Ebnet-Sanierung zwingt anderswo zum Minimum

Die anstehende Sanierung der Schule Ebnet macht den Löwenanteil der Embracher Investitionspläne aus. Ohne neue Verschuldung ist das Vorhaben nicht zu stemmen.

Das Schulhaus Ebnet in Embrach muss saniert werden. Das Vorhaben belastet die Embracher Gemeindefinanzen.

Das Schulhaus Ebnet in Embrach muss saniert werden. Das Vorhaben belastet die Embracher Gemeindefinanzen. Bild: Sibylle Meier

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Im vergangenen Frühjahr sprach sich die Embracher Gemeindeversammlung für zwei Planungskredite aus: Zum einen genehmigte sie 800 000 Franken für die Planung der Sanierung der Schulanlage Ebnet, zum anderen 500 000 Franken für die Planung eines Turnhallenneubaus. Die neuerlichen Planungsarbeiten wurden nötig, nachdem ein erstes Sanierungsprojekt 2013 an der Urne deutlich gescheitert war. Hauptgrund für das Nein: Das Kreditvolumen von 28,3 Millionen Franken empfand man als zu hoch.

Schon damals, im Vorfeld jener Abstimmung, hatte Gemeindepräsident Erhard Büchi mit Blick auf die marode Schule von der «wichtigsten Investition» des grossen Dorfes gesprochen – und daran änderte auch das spätere Nein der Embracher nichts: Die Sanierung Ebnet, ob sie nun mit oder ohne den Turnhallenneubau realisiert werden wird, ist weiterhin der mit Abstand grösste Posten im Finanzplan. Das geht aus der aktuellen Mitteilung der Gemeindevorsteherschaft zum Budget 2016 hervor.

Neuverschuldung angemeldet

Demnach sieht der Finanzplan für die Jahre 2016 bis 2020 Bauvorhaben für netto 29,5 Millionen Franken vor; für das Jahr 2016 alleine sind vorerst 2,8 Millionen Franken vorgesehen. «Der Finanzplan zeigt, dass die notwendigen Investitionen nicht ohne weitere Verschuldung des Gemeindehaushaltes realisiert werden können», schreibt die Behörde. Man werde aber «die Investitionen neben dem Schulhausprojekt Ebnet auf ein Minimum begrenzen». Zu diesem Minimum gehören gemäss Mitteilung insbesondere Instandstellung von Gemeindestrassen und der Kanalisation.

Wer viel investiert, der hat, abgesehen von den zusätzlichen Zinslasten, in der laufenden Rechnung auch zusätzliche Abschreibungen zu tragen. Von den für 2016 veranschlagten 1,7 Millionen werde diese Summe bis Ende der Planungsperiode (2020) auf 3,2 Millionen Franken ansteigen, rechnet der Gemeinderat vor.

Deutlich weniger Ausgleich

Mit dem Ebnet-Vorhaben auf der Traktandenliste kommt den Embrachern ihre vergleichsweise gute Steuerkraft von 2014 (2409 Franken pro Kopf) insofern ungelegen, als dass sie die Berechnungsgrundlage für den Finanzausgleich 2016 bildet: So erhält Embrach fürs kommende Jahr «nur» 9,5 Millionen Franken an Ressourcenausgleich. Für 2015 —auf Grundlage der um 300 Franken schwächeren relativen Steuerkraft 2013 – gab es noch 12,8 Millionen aus dem Ausgleichstopf. Anspruch auf Sonderlastenausgleiche hat die Gemeinde nicht. Dies sei gegenüber dem letzten Budget die bedeutendste Abweichung auf der Ertragsseite, heisst es dazu.

Steuerfuss bleibt gleich

Gleichzeitig will die Gemeinde ihren Gesamtsteuerfuss bei 118 Prozent belassen; immer unter Berücksichtigung eines unveränderten Steueransatzes für die Sekundarschule (20 Prozent). Die sinkenden Steuererträge und der tiefere Finanzausgleich hätten durch Sparmassnahmen und Budgets ohne Reserven für Unvorhergesehenes teilweise kompensiert werden können, erläutert die Behörde. Die Bemühungen um eine Verbesserung des Geldüberschusses in der laufenden Rechnung würden gemäss der Finanzplanung weitergeführt. Der Gemeinderat hat den Voranschlag 2016 zuhanden der Gemeindeversammlung verabschiedet, die am 7. Dezember darüber befinden wird.

Erstellt: 16.11.2015, 16:07 Uhr

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