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Ein Lauf wird zum Familienausflug

Der 10. Laufday lockte Lauffreudige aus dem In- und Ausland an. Gestartet wurde in verschiedenen Kategorien. Das mitmachen war vielen Teilnehmenden wichtiger als gewinnen.

330 Läuferinnen und Läufer gingen in Eglisau...
330 Läuferinnen und Läufer gingen in Eglisau...
Francisco Carrascosa
...am Jubiläumsanlass an den Start.
...am Jubiläumsanlass an den Start.
Francisco Carrascosa
Mit offenen Schnürsenkeln läuft es sich schlecht.
Mit offenen Schnürsenkeln läuft es sich schlecht.
Francisco Carrascosa
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Der Eglisauer Laufday war für viele Läufer wegen der Streckenführung in die Rebberge mit grossartiger Sicht auf den Rhein ein besonderes Erlebnis. Start und Ziel war beim Weiherbachhus. Die verkürzte Strecke war ein Kilometer lang, die grosse Runde mass 2,5 Kilometer, mit 50 Höhenmetern. «Als sich gegen Mittag schönes Wetter abzeichnete, entschlossen sich etliche Läufer für eine Meldung in letzter Minute», sagte OK-Präsident Werner Frei vom Ski- und Sportclub Eglisau. »Total liefen rund 330 Erwachsene und Kinder mit.»

Lieber rennen als gamen

Für Familie Christen aus Bassersdorf war der Sonntag ein Familienausflug inklusive Familienhund. Von ihren sechs Kindern standen fünf am Start. Der jüngste, der 2-jährige Matthi, sass im Kinderwagen und war wie seine Eltern, Jürg und Silke Christen, begeisterter Zuschauer. Vier der fünf Christen-Kinder liefen sogar als Erste in ihrer Kategorie durchs Ziel. Die 9-jährige Zari gewann letzten Dezember bereits den Silvesterlauf in Zürich. Als einer der Gründe fürs gute Abschneiden nannte sie: «Ich renne lieber mit meinen Geschwistern draussen herum, als alleine vor dem Computer zu gamen.»

Mit Freude zeigten die Kinder den herzigen Pokal den sie gewannen und die Medaille. Das älteste Kind, die 10-jährige Noemi, gewann zwei Kinoeintritte. »Welchen Film ich mir ansehen werde und wer mich ins Kino begleiten wird, weiss ich noch nicht», sagte sie. Die Kinder gewannen auch Eintritte ins Kindermuseum in Baden. Darüber freute sich der Vater Jürg Christen mindestens ebenso. »Dass es ein Kindermuseum gibt, war mir unbekannt», sagte der Bassersdorfer. »Aber sicher ist: Wir werden wieder einen Familienausflug nach Baden machen.»

Letzte Austragung

Neben dem Bewegungsdrang ist Christens noch anderes wichtig. «Wir ernähren uns vorwiegend von gesunden regionalen Produkten, dies mag einer der Gründe sein», mutmasste Jürg Christen. Und die Familie isst kein Fleisch. Der im deutschen Griessen wohnhafte Pekka Roppe startete für seinen finnischen Heimatverein Kosken Kuohu und galt als Favorit. Zum fünften Mal trug der 34-Jährige den Sieg nach Hause.

Mitmachen in der Kategorie Nordic Walking war für Steffi Zipfel aus dem nahen Hohentengen ennet der Grenze wichtiger als gewinnen. »Ich mache zum zweiten Mal mit und geniesse die tolle Atmosphäre», sagte sie nach dem 10 Kilometer Marsch. Der Laufday wurde durch den Ski-und Sportclub Eglisau organisert. Beim ersten Lauftag vor zehn Jahren machten 52 Teilnehmer mit, mit jedem Jahr stieg die Anzahl Läufer und damit auch der Aufwand. Gesucht waren stets freiwillige Helfer.

Dies mag dazu geführt haben, dass einige Läufer kritisierten, dass die Streckenführung mangelhaft sei und etliche Besucher fanden die Parkplatzsituation im Rheinstädtchen nicht optimal. Auf der Homepage des Veranstalters wird deshalb geschrieben: «Wie bereits angekündigt, war dies unser letzter Eglisauer Laufday. Es wurde leider immer schwieriger freiwillige Helfer zu finden und wir mussten den Lauf in diesem Jahre erneut mit einem Minimalbestand an Personal durchführen.»

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