Bülach

Ein rustikales Auffahrtsfest, bei dem alle mithelfen

Die Hallen des Spycherfäscht von Nussbaumen am Auffahrtsdonnerstag blieben trotz Regen nicht leer. Mit Musik, Pferdekutschen und gutem Essen war die Laune bei den Besuchern sonnig.

Die Kapelle Enzian gehört jedes Jahr zum Spycherfäscht.

Die Kapelle Enzian gehört jedes Jahr zum Spycherfäscht. Bild: Balz Murer

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Egal bei welchem Wetter, die Besucher halten dem Nussbaumer Spycherfäscht die Treue. Der Regen während der 42. Ausgabe des Anlasses störte die Anwesenden gestern keineswegs. Zudem zwei grosse Holzhallen, darin letzte Woche noch Traktoren standen, nun gefüllt mit Sitzbänken und geschmückt mit Blumen, genug Ausweichmöglichkeiten boten, um im Trockenen in kollegialer und nachbarlicher Runde anzustossen. Nach einem ökumenischen Gottesdienst um 11 Uhr ging die Tagesunterhaltung los, die sich irgendwann zur Abendunterhaltung wandelte, denn das Spycherfäscht dauert jeweils bis Mitternacht.

Weniger und trotzdem viel

Musikalische Unterhaltung beim Grillmenü boten das Füürwehrchörli Nussbaumen, die Kapelle Enzian aus Appenzell und die Südwind-Band. Im aufgebauten Grillbereich mit grossem Tresen arbeiteten die Helfer in etwas entspannterem Tempo als sonst. «So viel zu tun wie in den letzten Jahren gibt es nicht», sagt Karsten Zingg aus Nussbaumen. «Sonst ist die Wiese hier vorne voll von Leuten.» Die grüne Fläche war tatsächlich leer, mit der Ausnahme eines kleinen Spielpostens, in dem Kinder mit Sandbällen auf eine Mohrenkopfschleuder schossen. Für die Jüngsten am Fest gab es zudem das beliebte Kinderschminken und einen abgedeckten Sandkasten.

Kutschen und lange Schichten

Eine inzwischen nicht wegzudenkende Tradition am Fest sind die Kutschenfahren von Wädi Vogt vom Kutschencenter Eglisau. Mit seinen Freiberger Wallachen Jamiro und Hanthony kam er diesmal mit einer abgedeckten Kutsche, um die Köpfe trocken zu halten. Und er musste nach seiner Ankunft am Nachmittag nicht lange warten, bis sich die Plätze füllten. «Für die Kinder ist dieses Erlebnis natürlich immer eine grosse Freude.»

In den Hallen war es laut vom Gelächter und von der Musik. Wälti Frick, der mit seiner Kapelle Enzian das 15. Mal auftrat, erinnert sich an die Zeit, als jeweils nur seine Band auftrat. «Wir haben dazumal von Mittag bis Mitternacht gespielt mit einer Pause zum Abendessen.» Diese Schichten sind für die Helfer immer noch gültig. Für OK-Präsident Jonas Habegger und die rund 50 Helfer ist das Spycherfäscht ein Werk der Gemeinschaft durch alle Altersklassen hindurch: «Gestern hat mein zweieinhalbjähriger Sohn zum Besen gegriffen, die Ältesten unter uns sind über 70. Jeder macht, was er kann, und es funktioniert. Das Spezielle ist der Zusammenhalt.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.05.2018, 10:19 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Newsletter

Die Woche in der Region.

Endlich Zeit zum Lesen! Jeden Freitagmorgen Leseempfehlungen fürs Wochenende. Den neuen Newsletter jetzt abonnieren!